Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1516057
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Gemälde 
T1071. 
1508 
bis 
1513. 
nungen die liebenswürdigen Eigenschaften des jungen Fur- 
sten berechtigten, bezeugt eine Stelle in dem vom Grafen. 
Cast-iglione schon im Jahr 1514 geschriebenen „C0rtegian0", 
wo es heisst: „Der]enige, welcher die grösstcn Iloiiiulngen 
vor allen andern von sich erregt, scheint mir der IIerr Fe- 
derieo Gonzaga, der Erstgebornc des Marchese von Man- 
tua, zu sein, welcher ein Neffe unserer Herzogin (von Ur- 
bino) ist. Denn ausser der Anmuth seiner Manieren und 
der Bescheidenheit, die er in so zartem Alter zeigt, sagen 
diejenigen, welche ihn erziehen, ausserortlexitliche Dinge 
von ihm und von dem, dass er verständig, nach Ehre gei- 
zend, grossmüthig, gefällig, freigebig, Freund der Gerech- 
tigkeit sei. S0 dass bei so schönem Anfang ein vortreff- 
liehes Ende zu erwarten ist." 
Nach unverbiirgten Nachrichten soll unser Portrait in 
die Sammlung des Cardinals Richelieu gekommen sein; und 
nach YV. Buchanan Memoirs of paintings etc. London 1829 
I p. 295 brachte dieser im Jahr 1814 ein solches Bildniss 
nach England zuriick, nur nennt er es irrig das des jun- 
gen Ilerzogs von Mailand aus der Sammlung Karl I. Es 
sei jetzt im Besitz des Herrn Edzcarzl Gruy in London. 
Personen, die es gesehen, beschreiben es als das Portrait 
eines jungen Mannes von grosser Schönheit; in einem schwar- 
zen Kleid mit vorstossendem weissen Hemd. Den Kopf be- 
decke ein rother Hut, an dem eine Medaille befestigt sei, 
wie man damals zu tragen pflegte. Das Bild habe leider 
sehr gelitten. Siehe I S. 175. 
RafaeTs 
eigenes 
Bildniss. 
 Kniestück. Links gewendet, in drei Viertel gesehen 
sitzt Rafael an einem Tisch, der mit einem 'l'eppich be- 
deckt ist, und legt seinen rechten Arm auf, indem er des! 
sen Hand herabsiilken lässt; mit der Linken hält er sein 
mit Pelz besetztes Oberkleid. Sein volles, (lunkeles und 
gescheiteltes Haar fällt zum Theil bis auf die Brust herab 
und ist nach hinten zu mit einem schwarzen Barett bedeckt. 
Den Grund bildet die Wand eines Zimmers und die Aus-
        

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