Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1516026
Portrait 
Julias 
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trait von Julius ll anbelangt, so unterliegt es bei den lüinst- 
lern keinem Zweifel, dass das Exemplar im Palast Pitti 
es ist, indem es bei weitem am geistreichsten gezeichnet 
und modellirt ist, die Nebendinge, wie der leichte, weisse 
Bart, die sammtne Kleidung u. dergl. vortreßlieh behandelt 
sind, und sieh hierin kein anderes mit ihm messen kann. 
ln Frankreich wurde das Bild etwas verputzt, und in die- 
sem Zustande kam es im Jahr 1815 aus dem Mnsöe Na- 
poldon nach Florenz zurück; demohngeaehtet bleibt es noch 
ein herrliches Werk. 
Kupfer-Stiche: Jlforace für das Werk von Wicar. 4.- 
Clzataigner. S. für die Gallerie Filhol.  Landon N. 217. 
Der Originalcarton, in schwarzer Kreide ausgeführt, 
ist in den Umrissen zum Bausen durchstochen Aus Rom kam 
er nach Florenz in die Gallerie Corsini. Verz. N. 143. 
Copien 
nach 
dem 
Gemälde. 
u) Ausgezeichnet ist ein anderes Exemplar in Florenz, 
nämlich das in der Tribune der Gallcrie. Es ist von pasto- 
sem Farbenauftrag; in der Modellirung derb und richtig, aber 
ermangelt der Feinheit und des Lebens, welche im Original 
so bewundrungswiirdig ist. Die Hände, mit sehr länglichen Fin- 
gern, sind nachlässig gezeichnet; die Schatten der Carnation 
sehr rothbraun. Der rothe Kragen ist zu stark lasirt, er- 
mangelt daher des nötliigen Lichtes. Die Beiwerke sind etwas 
steif behandelt, der Bart zu schwer und massenhaft. Viel ge- 
ringer ist eine zweite Copiel im Palast Pitti. 
b) Im Palast Barghese in Boni. Sie wird dem G-iulio Ro- 
mano zugeschrieben. 
c) Im Palast Corsizai in Rom. Nicht ausgezeichnet. 
d) In der Gallerie Torlonicz in Rom. Etwas besser als 
vorhergehende.  
e) Im Berliner Jllusezezzt h. 2' ll" 6'" bf- 9' 6"  Sie 
kommt aus der Gallerie Giustiniani. Von Rumohr in den Italie- 
nischen Forschungen III S. 108 glaubt sie dem sßbaStiano del 
Piombo zuschreiben zu dürfen. U 
f) In der National Gallen-y zu London. H. 3' 6 br._  
Sie kommt aus den Sammlungen Falconieri und Angerstem. 
g) In der Gallerie Jlfiles in Leiglzt Court bei Bristol. Auf 
Holz. Sie ist von vorzüglicher Schönheit. 
h) In England muss sich noch ein Exemplar des Portraits
        

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