Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1515998
116 
Zimnzcr 
della 
Segnalura. 
neut, manche ganz erloschen; es ist daher jetzt schwer zu 
bestimmen, ob frühere Kupferstecher uns treue Abbildungen 
davon gegeben haben, besonders erregen diejenigen Zwei- 
fel, welche Etienoze Bandet von sechs Seiten der Fenster- 
leibnngen gegeben. 
Diese Kupferstiche haben folgenden Titel: Divers ome- 
ments de Raphael peints aux ambrasures des Fenetres du Va- 
tican, ä-Paris chez Drevet. Sie enthalten die jedesmalige 
Grotteske mit einem schmalen Bildchen fglgemlen Inhalts: 
a) Das Urtheil des Paris, welche Composition aber 
vielmehr der Französischen, als der Raphaelischen Schule anzu- 
gehören scheint. 
b) Die Verkündigung. Maria kniet links vor einem 
Pult; rechts kniet der verkiindende Engel. Die ursprüngliche 
Composition RafaePs ist wahrscheinlich diejenige, welche Enea 
Vico gestochen (Bartseh XV p. 282 N. 2) und sich im Zim- 
merdes Attila befindet.  
c) Petrus bei Cornelius,   
d) Christus erscheint dem Apostel Petrus vor den 
Mauern Roms. Benutzung der Composition RafaeYS, in dem 
Zimmer di T orre Borgia ausgeführt, 
e) Ein Gericht in einer Basilika, wie es scheint. 
f) Eine igefangen geführte Frau und zwei Männer vor Ge- 
richt. Vielleicht das Urtheil Daniel's über Susanna und 
die zwei Altesten. 
 
Die zwei einzigen in unserm Zimmer noch erkennbaren 
Darstellungen befinden sich am Fenster der Wand mit der 
Jurisprudenz. Die eine neben der Übergabe der Pandekten 
zeigt das Urtheil des Seleucus über seinen Sohn, und 
gegenüber Christi Jünger, welche zu ihm sprechen: Hier 
sind zwei Schwerter (Luc. Cap. 22). Beide Bilder hat Pietro- 
Santa Bartoli radirt in der Folgenreihe der _l4 Blätter, nebst 
Titelblatt, worauf die Dedication an Nie. Simonelli.  Landen 
N. 250 und 252. 
Im Stich von Franc. Aquila nach sämmtlichen Malereien 
der Wand scheint in dem einen Feld der ungläubige Tho- 
mas vorgestellt. Hiezu dürfte der erste Entwurf sich in der 
Sammlung Crozat befunden haben. Gest. von v, Caylus und 
N. Lesueur in Achtcck. --Land0n N. 232. w-Dersclbe Gegen- 
Stand aber mit nur drei Figuren kommt in den Versteigerun-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.