Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1507921
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1509193
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dem Altarblatte vom Jahr 1512 in der Franciscanerkir- 
ehe zu Matelica, in welchem das Studium nach Rafael 
und Leonardo da Vinci nicht zu verkennen ist. Peruginer 
waren auch Giambattista Caporali und der matte Sinibaldo 
Ibi. Aus dem Geburtsort des Meisters, aus Citta della 
Pieve stammt Gian Niccola Manni, der die Capelle des 
Wechslersaales (Capella del Cambio) zu Perugia mit Dar- 
stellungen aus dem Leben Johannes des 'l'äufers in Fresco 
ausgemalt. Aus Florenz kamen Ilocco Zoppo und die Brü- 
der Baecio und Francesco Uberti, letzterer il Bacchiaeca 
genannt. Zu den sehwächern Schülern gehören Gerino da 
Pistoja, der vielmit Pinturicchio arbeitete, Pietro da Monte 
Varchi, Tiberio d'Assisi u. a. m. Ausgezeichneter ist da- 
gegen der Spanier Giovanni, lo Spagna genannt, dessen 
schöne Werke noch in Spoleto, wo er sich niederliess, und 
in der Franciscanerkirche zu Assisi Bewundrung erregen. 
Ein besonderer Jugendfreund RafaePs war Domenico di 
Paris Alfani aus Perugia, der ihm zwar gleich an Jahren, 
im Talente aber sehr untergeordnet war. Indessen suchte 
er von seinem Freunde möglichsten Vortheil für seine 
Kunst zu ziehen, indem er nicht nur dessen Fortschritten 
zu folgen trachtete, sondern selbst Zeichnungen llafaefs 
zu seinen Bildern benutzte. Dies beweisen z. B. das Al- 
tarblatt mit der h. Familie in der Carmeliterkirche und die 
vorzüglich schöne Madonna mit zwei Heiligen zu den Sei- 
ten, vom Jahr 1518, in der Kirehe S. Gregorio della Sa- 
pienza vecchia, beide zu Perugia. 
Auch lernte Rafael noch um 1502 in der Schule Pe- 
rugino's den liebenswürdigen, talentvollen Gaudenzio Ferrari 
aus Valduggia kennen, der um ein Jahr jünger als er, mit 
ihm eine so innige Freundschaft schloss, dass, Gaudenzio 
ihm nach Rom folgte und mit Ausnahme weniger Jahre, bis 
an dessen Lcbensende sein unzertrennlicher Gefährte bl'ieb_ 
Ob Lattanzio Pagani della Marca schon in Perugia Rafaefs 
Nacheifrer wurde, scheint ungewiss; dagegen brachte der 
Urbiner Girolamo Genga, nachdem er unter Luca Signa- 
relli im Dome zu Orvieto gearbeitet hatte, drei Jahre mit 
ihm bei Perugino zu, und gewann eine solche lebhafte Zu-
        

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