Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1507921
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1509144
Lehrer. 
Rnßeefs 
51 
i" Öl gemalt, schon eine gewisse Praktik zeigt und im 
frischen Colorit der Carnation die Behandlungsweise des 
Fräncesco Francia verräth, so bin ich geneigt anzunehmen, 
 ' " 1  
dass hmotwa dßr nacllmals RafaeYs Freund und gewisser- 
 dessen Schüler wurde, schon damals den erst 
zwoullahlqäell Knaben wegen seines liebenswürdigen Wesens 
und seines Talent 1' b     
   es lC gewonnen hatte und dessen Bllll- 
nlss malte. 
Sicher eine Zeichnung llafaePs, aber aus einer spätem 
Zeit, ist jener flüchtige Entwurf eines Knabenknpfes in 
schwarzer Kreide, in welchem man sein eigenes Bildniss 
in einem Alter "von zwölf Jahren erkennen will; und als 
solches wurde er auch! von W. Young Ottley in seinem 
schönen Werke der Facsimiles nach Zeichnungen alter 
Meister  bekannt gemacht. Als ich aber die Zeichnung 
im Nachlasse des Sir 'l'homas Lawrexice untersuchte, fand 
ich sie in der Behandlungsart mit Zeichnungen Ra- 
faefs zu der Krönung Maria übereinstimmend, welche ums 
Jahr 15H?) fallen. Auch bemerkte ich, dass auf der Rück- 
seite einige anatomische Studien gezeichnet sind, die sicher 
in keine frühere Zeit gesetzt werden dürfen. Der einzige 
Anstand liegt nun in der Annahme, dass sich Rafael in 
dem Knabenkopfe selbst portraitirt habe; aber wodurch ist 
sie uns denn verbürgt?  Wir werden noch öfters Gele- 
genheit haben, zu bemerken, dass Rafael in seinen jüngern 
Jahren so zu sagen sein eigenes Wesen seinen Entwürfen oder 
jugendlichen Portraiten aufgeprägt zu haben scheint. 
Auch in der Perspective soll Rafael schon damals nn- 
terrichtet worden sein, und es fehlt nicht an Namen aus- 
gezeichneter Kiinstler oder Mathematiker, die als seine Leh- 
rer aufgeführt werden, wie namentlich Baccio Pintelli, Bra- 
mante und Fra Lnca Pacciolo, welcher letztere seine „Snm- 
ma de arithmetica, geometrica etc. "i im Jahr 1494 zu 
The italian 
school of design. 
etc. 
London 
1823. 
4 18 
fol.
        

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