Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1507921
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1509127
Wir haben Rafael in tiefer 'l'rauer über den Verlust sei- 
nes geliebten Vaters zurückgelassen, und sehen ihn der 
Pllege seiner Stiefmutter Bernardina und seines Vormun- 
des, des Priesters ])0n Bartolomeo Santi übergeben; allein 
weder Erstere, die bald nach ihrer Entbindung von 'einem 
Töchterchen, Namens Elisabetta, sich als höchst unverträg- 
lich im Hause Santi beivies, noch Letzterer, welcher von 
eigennützigezn Charakter, öfters wegen seiner Zänkereien 
mit Bernardixia vor Gericht zurecht gewiesen werden musste, 
konnten das Vertrauen des zartfühlenden Knaben "erlangen. 
Dagegen scheint dieses sein Oheim mütterlicher Seits, Sie 
mone di Battista Ciarla, in vollem Masse sich dadurch 
erworben zu haben, dass er, mehr in den Geist des kei- 
menden Genius eingehend, dessen tiefe Sehnsucht zu beur- 
theilen vermochte. Dadurch stand er seinem Herzen wäh- 
rend seinem ganzen Leben liebevoll nahe und erwarb sich 
von Rafael den Titel: "Werthester, gleich einem Va- 
ter," denn so fangen alle Briefe Rafaefs an diesen seinen 
Oheim an. 
 Welche Anleitung in der Kunst unmittelbar nach dem 
Tode seines Vaters Rafael von seinem zwölften Jahre an 
erhielt, darüber sind nur Milthmassungen vorhanden. Na- 
mentlich werden als seine Lehrer zwei tüchtige Maler be- 
zeichnet, die sich damals nacheinander in Urbino befanden- 
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