Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1507921
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514431
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Marc 
Antonio. 
chen habe; -denn der Charakter der Zeichnung ist ganz der 
dem Giulio eigenthiimliche. Dagegen lässt sich zweifeln, 0b 
der Stich von Marc Antoniß herrühre.  
235. Pallas auf einem Globus stehend. B. 337. 
236 u. 237. Zwei in Nischen sitzende Kaiser. B. 444. 
u. 442. 
238. Der Tod des Zambri und der Corbi. B. 14. 
239-258. Die Liebschaften der Götter. B. 231. Nach 
Vasari besteht die ganze Reihenfolge aus 20 Blättern, nach 
Pietro Aretino aus 16. Das einzige vollständige Exemplar be- 
sitzt die Sammlung Corsini in Rom, alle übrigen scheinen bis 
auf einzelne Fragmente, welche einst Mariette besass, und ein 
einzelnes Blatt in Wien  zerstört. Dolce in seinem Dialogo 
p, 238_ sagt, dass Marc Antonio diese Compositionen ohne 
Wissen des Giulio Romano in Kupfer gestochen habe, und Va- 
sari berichtet, dass Pietro Aretino die Sonette dazu verfasst; 
sodann wie der Kupferstecher deswegen festgesetzt wurde und 
nur durch Verwendimg des Cardinals Hyppolito de' Medici und 
des Baccio Bandinelli wieder die Freiheit erlangt habe. Fol- 
gendes schrieb Pietro Aretino am 19. December 1537 selbst 
darüber an Battista Zanetti da Brescia Cittadino Romano: 
„Da poi ch'io ottenni da Papa Clemente la liberta di Marc, 
Antonio Bolognese, il quale era in prigione per havere inta- 
gliato in rame i XVI modi etc. mi venne volontä di vedef le 
{igure cagione che le querele Gibertine 1) esclamavano; che il 
buorf vertuoso si crocifiggesse: e vistele, fui tocco da lo spir- 
to, che mosse Giulio Romano a disegnarle etc." Er entschul- 
digt dann die lasciven Darstellungen, wenn sie geistreich und 
humoristisch, wie diese, behandelt seien. Allein wie kann man 
sich auf die Aussage des Pietro Aretino verlassen, der voll 
Lug und Trug war. Dass durchpseine Vermittlung Marc An- 
ton befreit worden sei, ist auch im höchsten Grad unwahr- 
scheinlich. 
Nach 
Tiziano. 
259. Das Portrait des Pietro Aretino. B. 513. Dass die- 
ses Bildniss nach einem Gemälde von Tiziano gestochen sei, 
wurde wahrscheinlich aus der dem Kupferstiche beigefügten 
Unterschrift geschlossen; denn die Auüässungs- und Behand- 
lungsart scheint mir sehr verschieden von der Art des grossen 
1) Gio. Matten Gibetti, 
apäter Bischof von Verona. 
üamals 
päpstlicher 
Kanzleipräsident,
        

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