Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1507921
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514413
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Marc 
Antonio. 
Nach 
oberitalienischen 
Meistern. 
222. Eine junge Frau eine Pflanze begiessend. B. 383. 
Dies Blatt scheint eine ffßiß Nachbildung des Stiches von 
Gio. Antonio da BreSCia B. XIII. p. 329. N. 21. 
223. Die Grablegimg Christi. B, 30. lDie ßomposition 
dieses Blattes wird gewöhnlich dem Francia zugeschrieben, mit 
dessen Darstellungsweise es aber keinesweges übereinstimmt; 
vielmehr scheint sie von Benvenuto Garofalo herzuriihren. 
224. Der heilige Hieronymus in Betrachtungen vertieft; 
oder mit dem kleinen Löwen. B. 102. Sicher ist es ein Irr- 
thum diese Composition dem Rafael zuzuschreiben, da die Art 
der Darstellung und Behandlung und selbst der Hintergrund 
auf einen venetianischen Meister hinweisen. Und wir glauben 
uns nicht zu irren sie von Giovanni Bellini zu halten, 
Auch Agostino Veneziano hat dieses Blatt gestochen. B. 
N. 103.  Landou N. 440. 
VII. Nach Gimgione. 
225. Allegorie; der Traum RafaePs genannt. B. 359. 
Dass diese Composition nicht von Rafael herrühre, hat schon 
Bartsch angegebeny aber bis jetzt ist es unbemerkt geblieben, 
wie entschieden sich darin Giorgionds Eigenthümlichkeit , S0- 
wohl in der Erfindung, als in dem Charakter der Zeichnung 
ausspricht. Die rundliche Bildung der vorn schlafenden, jun- 
gen Weiber, der Faltenwurf der Gewänder, die fantastischen 
Ungeheuer treffen wir in den Bildern des Meisters wieder. 
Auch die Häuser am Wasser versetzen uns sogleich nach Ve- 
nedig. Was übrigens die Bedeutung des dargestellten Gegen- 
standes sei, soll dem Scharfsinn Anderer überlassen bleiben." 
226. Der Mann und die Frau mit den Kugeln. B. 377. 
In dieser originellen Darstellung einer Allegorie lässt sich gleich- 
falls in der Zeichnung des Nackten nicht nur die venetianische 
Schule, sondern selbst entschieden der Meister Giorgione erken- 
nen. Auch der Kopfputz der Frau ist ganz in dessen Art. 
Bartsch bemerkt sehr richtig, dass die zarte Behandlung des 
Stiches in des Marc Anton's frühere Zeit falle, und wir neh- 
men an-ins Jahr 1509. Wer aber unter den Malern Oberita- 
liens hätte damals so volle Gestalten zu bilden verlnocht, als 
grade nur Giorgione? 
VIII. Nach llffichel Angela. 
227. Die Kletterer, oder vielmehr eine Gruppe der ba- 
denden Soldaten aus dem Carton der Schlacht mit den Pisa-
        

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