Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1507921
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514341
XVII. 
-Versueh die Stiche des Marc Antonio Raimondi 
aus Bologna, Agostino di Musi Veneziano und 
Marco Dente aus Ravenna nach den Meistern 
zu ordnen, nach deren Zeichnungen sie gefer- 
tigt wurden. Die Kupferstiche nach Rafael 
sz'nd jedoch hier nicht mit einbegrzfen, da sie 
ihre Stelle im Verzeichniss der Werke desselben 
jinden werden. 
 
Marc 
Antonio 
Raimondi. 
Betrachten wir die frühesten Blätter dieses Meisters, so müs- 
sen wir gestehen, dass eben sowohl seine technische Geschick- 
lichkeit, als die Zeichnung noch höchst schiilerhaft sind. Es 
ist daher anzunehmen, dass er bei Francesco Francia in der 
Lehre, seine ersten Versuche nach dem Verfahren beim Nie!- 
liren machte, und dabei Compositionen seiner eigenen Erfin- 
dung ausfiihrte; später, als er zu einer gewissen Fertigkeit 
gelangte, erhielt er wohl erst Zeichnungen vom Meister, um 
sie durch den Stich zu vervielfältigen. Zu seiner weiteren 
Ausbildung im Kupferstechen waren ihm indessen die .Diireri- 
sehen Holzschnitte, welche er um die Jahre 1505 und 1506 
in Kupfer nachbildete, besonders förderlich; denn durch sie 
erlangte er zuerst einen richtigen Begriff, wie man mit weni- 
gen Mitteln planmässig Schattenmassen und Übergänge zu be- 
handeln habe; und diese von den Holzschnitten Dürer's er- 
langte Behandlungsweise behielt er im wesentlichen auch in 
seinen spätem Kupferstichen bei. Eine von Marc Anton un-
        

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