Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1507921
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514319
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Rafae? s 
Grab. 
Archäologie und zuletzt mit dem des Maggiordomo. Auf dem 
marmornen Deckel ist in der Mitte das Zeichen Christik 
und zu den Seiten immer ein Kreuz eingehauen. An der Stirn- 
seite des Sarkophags befindet sich ein Basrelief von drei mit 
Lorbeergewinden umhangenen Stierschädeln und darunter vier 
kleine Vögel. Oben im Rande steht das bekannte Distichon 
des Pietro Bembo: 
Ille hic est Raphael timuit quo Sospite vinci 
 Rerum magna parens et moriente mori. 
Sodann in der Mitte: 
Ossa et cineres Raph. Sanc. Urbin. 
Endlich unten; 
Gregorius XVI. P. M. Anno III. indit. V1. 
Arcam antiqui operis concessit. 
An den schmalen Seiten sind Basreliefs, immer ein Lor- 
beerbäumchen vorstellend und zu dessen Fuss zwei Vögel. 
Nachdem der Sarkophag durch Künstler 'in die Grabwölbung 
war eingeschoben worden, setzte Cav. Fabris den ersten mit 
Mörtel versehenen Backstein zur {Schliessimg des Grabes, wor- 
auf die andern Präsidenten ihm darin folgten und so die Feier- 
lichkeit beschlossen  
Zur Erinnerung an" diese Begebenheit setzte man später- 
hin eine Inschrift in Marmor, die sich auf der linken Seite des 
Pilasters neben dem Altar der Madonna del Sass_0 befindet 
und folgendermassen lautet: 
INTRA. 
RAPHAELIS. SANCTI. VRBINATIS. 
CINERES. ET. OSSA. 
CAVVM. ARCVATVM. DVCTO. PARIETE. OBSTRVCTVIMI. 
OPERE. TVMVLTVARIO. FACTVM. 
IN. IMO. PTLAE- HVIVS. ANTIQVAE. PONE. ARAM. SCAPO. CVI. 
IMPOSITVM. SIGNVM. CVM. AEDICVLA. MARIAE. VIRGINIS. SAXANAE. 
AERE. ILLIVS. TESTAMENTABIO. A. LAVR. LATTO. SCVLPTVM. EX. 
MARMORE. PER. ANNOS. PLVS. CCCXIII. CVIQVE. LATENTIA. QVOI). 
FRVSTRLA. HOC. ILLAE. SOLO. TENTATO. PERQVISITA- TANDEM. 
1) Ausführlichere Nachrichten enthalten folgende Schriften: Avv. 
D. Carlo Fea, Per la invenzione seguita. del sepolcro di Raffaele 
Sanzio da Urbino. Roma 1833. 4.  Und: Carlo Falconieri Slci- 
liano, Memoria intorno il rinvenimento delle ossa di Raffaello Sanzio. 
Roma 1833. 8.
        

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