Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1507921
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514241
Rafaefs 
Grab. 
561 
VIDEANT. 
POSTERI. 
ORIS. 
nxaqvs 
 AG. VENVSITATEBI 
uvxvs. GRATIAS. MENTEMQVE. CAELESTEM 
m. vxcrvnxs. ADMIRANTVR. 
34911415915, SANCTII. VRBINAT. PICTOKVM. PRINCIPIS 
m. TVMVLO. SPIRANTEM. Ex. MARMORE 
CA ROLVS. 
VVLTVM 
MARATTVS. TAM. 
EXIMII. 
VlRI 
MEMORIAM. VENERATVS 
PERPETVVM. VIETVTIS. EXEMPLAR 
ET. INCITAMENTVM 
P. AN. MDCLXXIV 
 
Nachdem die Gebeine RafaePs über drei Jahrhunderte hin- 
durch unberührt an dem von ihm bestimmten Orte geruht hatten, 
entstand unter den römischen Antiquaren plötzlich ein Streit, 
nicht nur über einen Schädel, welchen man ohne Kunde, dass 
jemals das Grab RafaePs sei geöffnet worden  in der Aka- 
demie von S. Luca als den des grossen Künstlers aufbewahrte 
und den Kunstfreunden in einem Glaskästchen wohlverwahrt 
zeigte, sondern selbst über die Kirche, in welcher der grosse 
Urbinate begraben sei. Sonderbar genug; denn eben sowohl 
nach der Grabinschrift, als nach den Angaben im Brief des 
Marc Antonio Michiel und bei Vasari in den Lebensbeschrei- 
bungen des Rafael, des Lorenzetto und Taddeo Zuccaro hätte 
nicht der geringste Zweifel darüber obwalten sollen. Indessen 
veranlassten diese Streitigkeiten den Bildhauer Cav. Fabris, 
Regent der Congregazione dei Virtuosi, bei der Regierung um 
Erlaubniss anzuhalten, das Grab RafaeYs im Pantheon aufzu- 
decken , oder vielmehr aufzusuchen. Denn obgleich oben be- 
zeichnete Stellen genau den Ort des Begräbnisses angeben, so 
scheint man doch nur die eine im Leben RafaePs von Vasari, 
die allerdings etwas unklar ist, berücksichtigt zu haben. Ge- 
nug, nachdem auf das Ansuchen vom 7. Juni 1833 die er- 
wünschte Erlaubniss eingegangen war, begann man seit der 
Mittagsstunde des neunten Septembers die Untersuchungen we- 
gen BafaePs Grab. Unbegreiüicher Weise suchte man aber 
1) Die geschmückten Erzählungen, welche M. Missirini und 
Girolamo Gigli von einer frühern Aufdeckung des Grabes RafaePs 
bekannt gemacht haben, erkannte man, als sie erschienen, sogleich 
als Fabeln.   
I. 36
        

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