Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1507921
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1513911
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Rafa el. 
Enzpfelzluvzgsbrief für 
betrilTt besonders die Stelle „E percheil padre so che e molto vir- 
UIOSO et ä mio 35613011850, ß Cosi il {igliolo discreto e gentil gio- 
vane etc.", da sie den Vater RyafaePs als noch lebend angibt, wäh- 
rend im Jahr 1504 er schon zehn Jahre verstorben war. Nun ist 
aber das so che e eben so gezwungen als unrichtig: das so, nach 
der Analogie damaligen Brief- und Conservationsstyles, ist sicher 
nichts anders als: suo; die Stelle aber, wo der Abschreiber che e 
gelesen, nothwendig irgend ein praeteritum; das zweite e offenbar 
eingeschoben. Einem wenig geübten Leser der Schriftarten jener 
Zeit konnte edie Abkürzung: sta", das ist: stato, leicht als: che 
erscheinen. Die Einschiebung dieses che macht aber den ganzen 
Satz verworren und falsch. Allem Ansehn nach hat also die Herzo- 
gin geschrieben: Et perche il padre suo stato e molto vir- 
tuoso et mio affezionato, e cosi il figliuolo (sendo) 
discreto e gentile giovane etc. Denn unter allen Umständen 
ist nach figliuolo das Zeitwort ausgefallen, sei es in der Abschrift, 
oder schon im Originale durch ein Versehen, welches nicht ohne 
Beispiel ist.  Indem wir hier der von C. F. von Rumohr in sei- 
nen Italienischen Forschungen III p. 48 ausgesprochenen Ansicht 
folgen, fallen auch alle Bedenklichkeiten weg, welche Pungileoni in 
seinem Elogio storico di RaHaello Santi p. 265 erhoben, weil er 
einen Maler Rafael aus Urbino, Sohn des Pietro Ghisello gefunden, 
welcher am 1. Mai 1526 in die Bniderschaft des Corpus Domini ein- 
getreten ist und am 21. August 1569 sein Testament unterschrieb. 

        

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