Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1507921
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1513554
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Über 
elie 
der 
Illaler 
Umbrischere 
Schule. 
nach Giacomo Mancini  es Papst Pius VII in Lyon einem 
französischen General aus Dankbarkeit fiir geleistete Dienste 
überliess. Sicherm Vernehmen nach ist es nun zu Caen in der 
Normandie. 
In demselben Jahr wurde auch der Contract wegen des 
Altarblattes für die Capelle im Stadthaus zu Perugia mit Mei- 
ster Pietro erneut; denn schon im Jahr 1479 hatte der Ma- 
gistrat mit Meister Petrus Magistri Galeotti de Perusia über 
diese Angelegenheit verhandelt. Als er aber das Jahr darauf 
starb und die Tafel nur angelegt zuriickliess, kam man im 
Jahr 1483 mit Meister „Petro de terra Castri Plebis" überein, 
dass er sie um 100 Gulden vollenden solle 2). Allein der Con- 
tract blieb ohne Erfolg, bis am (i. März 1495 eine neue 
Übereinkunft getroffen wurde, nach welcher Meister Pietro ein 
Bild nach eigner Ertindung, aber nach vorgeschriebenen Anga- 
ben, zum Preis von 100 Ducaten in Gold und in drei Raten 
zahlbar auszuführen hatte. Die Altartafel stellt die Jungfrau, 
Maria mit dem Christkinde dar und die Schutzheiligen der 
Stadt: S. Laurentius, S. Herculanus S. Constantius, und S. Lu- 
doxicus von Tolosa. Nach einer Wanderung ins Musee Napo- 
leon kam das schöne Bild in die Sammlung des Vatican. Es 
hat folgende Inschrift: HOC. PETRVS DE CHASTRO PLEBIS PINXIT. 
Der Entwurf zu diesem Bilde, die Madonna mit dem Kind 
und einem Heiligen, befindet sich im Nachlass Lawrence in 
London. Siehe meinen Catalog der Zeichnungen No. 362. e. 
Weit bedeutender noch war der Auftrag, denPieti-o zwei 
Tage_ darauf für die Kirche S. Pietro maggiore in Perugia 
erhielt. Nach dem noch erhaltenen Contract vom 8. März 
1495 3) sollte er um '500_ Goldducaten (oder so viel als 850 
römische" Scudi) für den Hauptaltar die Himmelfahrt Christi, 
bei welcher die h. Jungfrau, die zwölf Apostel und Engel, in 
einem grosseu Bilde ausführen. In der Lunette sollte ein Gott 
Vater mit zwei Engeln und für die Altarstaffel und andere 
Beiwerke noch mehreres nach den Angaben des damaligen 
Abtes gemalt werden. Dieser bestimmte für die Predella drei 
kleine Darstellungen aus dem Leben Christi, nämlich die An. 
1) Giornale Arcadico 1826 XXXII p. 359. 
2) Die ausführlich mitgetheilten Verhandlungen in den Lettere 
pitt. perug. p. 144-155.  
3) Mitgetheilt in B. OrsinPs Vita, elogio c memorie delP egr. pitt. 
Pietro Perugino. Perugia 1804. p. 140. 
        

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