Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1507921
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1513498
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Maler 
die 
Über 
der 
Schule. 
Unzbriscken 
Throne sitzend verehrt das Christkind, welches einen Perga- 
mentstreifen mit folgender Inschrift hält: „Per li dulci pregi 
della mia diletta matre et del martiro Sebastiano et del divoto 
Francesco io benedico questi miei confrati. 1482."  Rechts 
steht der h. Franciscns, links der bekleidete h. Sebastian. Auf 
der Rückseite ist die Verkündigung dargestellt. 
In der Sacristei der Hauptkirche zu Nocera, nahe bei 
Fuligno, isthein ähnliches Altarblatt wie zu Gualdo. Mittelbild: 
Die h. Jungfrau kniet unter einem (etwas manierirten) Balda- 
chin, von welchem zwei Engel die Vorhänge zurückziehen, und 
betet das Christkind an, welches in der Linken einen "Perga- 
mentstreifen mit folgender Inschrift hält: „per li dulci pregi 
della mia diletta matre de bona volunta benedico ei populo di 
nuocera." Rechts neben Maria knien drei verehrende Engel. 
Zu der Seite rechts stehen S. Laurentius und S. Rainaldus; 
links Francissimus, eine jugendliche Figur in rothem WVams 
und der Tracht damaliger Zeit, und der h. Franciscus. In 
dem Giebel in der Mitte die Krönung hIariä von vorzüglicher 
Schönheit, und oben driiber das Zeichen des h. Bernardin: 
IHS (in hoc signo). In den vier Seitengiebeln die halben Fi- 
guren des h. Sebastian, des Johannes des Täufers, des Apo- 
 Paulus und der h. Catharina. In der Altarstalfel die hal- 
Üeh Figuren der zwölf Apostel, durch mit Seraphim und En- 
gel geschmückte Leistchen getrennt. Die wohlerhaltene, vor- 
zügliche, ehedem den Hauptaltar schmiickende Tafel hat durch- 
aus eineu Goldgrund, und trägt die Inschrift: norvs. NICOLAI. 
FVLGINATIS. MCCCCXXXIII.  
Den Hauptaltar der Augustinerkirche S. Niccolo zu Fu- 
ligno schmückte ehedem ein reiches Altarblatt, von! dem sich 
noch einzelne Theile erhalten haben. Von den Franzosen nach 
Antwerpen gebracht, kam es nach dein Friedensschluss von 
1815 nur theilweis zurück. Im Mittelbild der untern Reihe 
ist die Geburt Christi dargestellt, oder wie Maria und Joseph 
das Jesuskind kniend anbeten. Obendriiber die Auferstehung 
Christi. Unten zu den Seiten stehen einzelne Figuren: der h. 
Bischof .Nic0laus bewnndernd, aber nicht ohne Atfectation das 
Kind betrachtend. Das Gewand erinnert an die grossartgie 
Behandlung des Signorelli. Sodann der h. Sebastian, der Erz- 
engel Michael und Johannes der Evangelist. In der obern 
Reihe sind halbe Figuren von Heiligen. Die Altarstaffel, wel- 
che in Antwerpen blieb, enthält Christus auf dem Ölberg, die
        

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