Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1507921
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1513187
Giovannfs. 
Reinzchronik. 
455 
L'aere, di nembi pien' carichi e scuri 
pianger parea lo doloroso strazio, 
e i fieri assalti sanguinosi e duri. 
Buch X, Cap. 37_38 beschreibt den Untergang des 
Sigismondo Malatesta; den Zug des Papstes Pius II nach An- 
cona, seinen Tod, und die Erhebung Paul's II. auf den päpst- 
lichen Stuhl; sodann den Krieg von Cesena. 
Buch XI, Cap. 39-43 enthält Verschiedenes über Flo- 
renz und den Krieg in der Romagna für Bartholomeo da 
Bergamo.  
Buch XII, Cap. 44-52 beschreibt den Krieg und die 
Belagerung von Rimini für Papst Paul II. 
Buch XIII, Cap. 53- 55 berichtet die Empörung von 
Volterra gegen die Florentiner und wie Federico ihnen zu 
Hülfe zieht. Der Inhalt eines besondern Capitels ist, wie 
Battista, die geliebte, erst 26 Jahr alte Gemahlin des Herzogs, 
plötzlich bis zum Tode erkrankt. Von diesem Capitel sollen 
um so mehr einige Stellen hier mitgetheilt werden, als jene 
Fürstin an Talent und Gelehrsamkeit alle ihre Zeitgenossinen 
übertroffen und öffentlich das Lob eines Gianantonio Campano 
und eines Bernardo Tasso eingeerntet. In der That muss es 
reizend gewesen sein, die liebliche, junge Dame von kaum 
20 Jahren in Mailand eine so schöne lateinische Anrede an 
Papst Pius II und andere Fürsten und Gesandten improvisiren 
zu hören, dass der gelehrte Papst erwiederte, nicht mit glei- 
cher Beredtsamkeit antworten zu können. Aber zu schön für 
diese Welt, sollte die herrliche Bliithe nicht lange auf Erden 
verweilen, daher Giovanni Santi klagend ausruft: 
Ahi crudel giorno, al mondo maladetto _ 
da dolersene sempre e lacrimare, 
che ci furasti onestate e diletto! 
O sciagurato di da biastemare!  
o inigua sorte, o maladetto punto, 
in che si vide il secolo oscurarel 
Io dico adunque como essendo giunto 
quel di, ch' ebbe per noi luce di sera  
da terra in ciel fu il nostro bene assunto. 
Era Battista dbnestate altera, 
di pompa signorile, ed alto ingegno 
E di tutte virtü lucente sfera.  
Und so Fahrt er fort die junge Fürstin, welche vielmehr 
eine Mutter, denn eine Herrin des Landes war, zu preisen
        

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