Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1507921
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1508724
Der 
in 
Palast 
Gubbio. 
iiihren lassen. Ein anderes Zimmer war nach Baldi 1) von 
'l'in1oteo Viti mit der bewaiiheten Pallas, dem Apollo mit 
der Lyra und den neun Musen ausgemalt, die jetzt aber 
untergegangen sind. Bis auf unsere Zeiten erhalten ist die 
Sacristei. Die in Holz eingelegten Bilder, mit denen sie 
überaus reich verziert ist, wurden wahrscheinlich von dem 
damals in Urbino lebenden Meister Jacomo aus Florenz aus- 
geführt. Sie stellen meistens heilige und andere Gerät-h- 
schaften dar, so wie auch die Riistungides Herzogs und 
sein eigenes Bildniss "mit der Inschrift: FEDERICO. nvx. 
ncccctxxvl.  Die Decke von 'l'afelwerk, in achteckige 
und kleinere viereckige Cassetten eingetheilt und theilsveis 
vergoldet, erhöht noch die Pracht des kleinen Zimmers. 
Zur Seite des Palastes am Fusse des Felsens befindet 
sich die Caserne mit den Stallungen, die ein so ausgedehn- 
tes gewölbtes Wasserbehältniss haben, dass die Pferde von 
allen Angriffen des Feindes gesichert in dieSchwemme ge- 
führt werden konnten. Diese Ställe sind indessen nicht yon 
Luciailo, sondern nach dem Jahr 1475 durch Francesco 
di Giorgio Martini aus Siena erbaut z), der überhaupt als 
ausgezeichneter Ingenieur dem Herzog bei Festungsbauten 
grosse Dienste geleistet. S0 errichtete er z. B. die Cita- 
dellen von Cagli, Sasso di Monte Feltro, 'l'avoletto, Ala- 
serra, Mondavi und Mondosi. Auch scheint er mehrere 
Bildhauerarbeiten für den Palast ausgeiiihrt zu haben, und 
Vasari berichtet, dass er des Herzogs Bildniss sowohl in 
einer Medaille, als in einem Gemälde gefertigt. 
Noch einen andern Palast liess der Herzog in Gubbio, 
einem schönen Städtchen am westlichen Abhange des Appe- 
nin, wohl auch nach dem Plane des Luciano Lauranna, er- 
1) Baldi, abate di Gua5talla, descritione (lel Paiazzo ducale 
d'Urbino vom Jahre 1587 und Versi e Prose del Baldi p. 527.  
Vasari erwähnt nur einen Apollo mit zwei Musen, halbbekleidete 
Figuren.  Zeichnungen nach den Bildnissen der antiken Autoren 
im Studirzimmex" scheint Rafael in seinem Skizzenbuche aufbewahrt 
zu haben. S. meinen Catalog der Zeichnungen Nr. 63 H. 
Riposati , 
di Gubbio. 
della Zecca 
Bologna 
1772. 
263.
        

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