Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1507921
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1512943
illaler 
in 
(Jrbino. 
431 
hing des zu lebhaft vertretenden Christus ist störend. Die 
Zeichnung, besonders der Hände ist ausgezeichnet; die Fär- 
bung kräftig, aber klar, und mit der des Hugo van der Goes 
in den Bildern zu Florenz und in denerrdes Prinzen von Oranien 
zu Brüssel oder in dem Täufer Johannes zu Schleisheim über- 
einstimmend, nur in den Schatten der Carnation etwas bräun- 
licher nach Art der van Eyck. Dieses herrliche, etwa 10 Fuss 
im Quadrat grosse Bild ist im Ganzen noch gut erhalten und 
scheint nur durch zu grosse Trockenheit etwas gelitten zu ha- 
ben. Die Figuren haben etwa 2]; Lebensgrösse. Ehedem war 
es noch durch eine Predelle mit einigen Wundern des Sacra- 
ments geziert. Dieses erhellt aus der im Archiv der Brüder- 
schaft del Corpo di Cristo befindlichen „Descrizione della an- 
tica Chiesa fatta d'ordine de] Sig. D. Lattanzio Valentini 
Priore, e di tutta la sua suppelletile," "wo es das Bild betref- 
fend heisst: „ll quadro dell' altar maggiore e dei primi che 
si dipingessero a olio in tavola rappresentante 1a Cena degli 
Apostoli e di mano di Giusto Todesco pittore habitante in 
Urbino al tempo del Duca Federico Monfeltrio, la cui effigie 
in esso e dipinta, ed anche dell' istesso Pittore, e d'altri. 
Ißornamento e di legno indorato antico con la base- in cui si 
vedono alcuni miracoli del SS. Sacramento." 
Justus von Gent malte auch eine Kirchenfahne fiir die 
Brüderschaft, und! wie aus einer Notiz im Buch B der Brü- 
derschatt zu schliessen ist, wahrscheinlich aus Erkenntlichlieit, 
da nur von einer Leinwand hiezu, aber von keiner Bezahlung 
wie folgt die Rede ist. Bl. 82: 1475. Giugno 5. .   E piü 
tela a Mtro Giusto depentore che diceva voler fare un insegna 
bella per la fraternitä. Sowohl von der Fahne, als von obi- 
ger Altarstaffel sind alle weitere Nachrichten verloren ge- 
gangen.  
Obgleich nicht zu erweisen ist, dass der Aufenthalt eines 
so gmssen Meisters wie Justus von Gent auf die Maler in 
Urbino einen entschiedenen Einfluss gehabt hat, so haben sich 
doch einige Bilder erhalten, die sicher von Italienern gemalt, 
einige Anklänge an die altniederländische Kunst erkennen las- 
sen, Dazu gehören die sechs schmalen Tafeln mit einzelnen Apo- 
steln in Nischen stehend, welche Michel Dolci irrigi dem Pie- 
tro della Francesca, ein neuerer deutscher Berichterstatter aber 
(Siehe Museum vom 2. Dec. 1833) einem Schüler der van 
Eyck zuschreibt, Ferner befindet sich in der Sacristei des 
Oratoriums S. Giovanni Battista zu Urbino ein sonst gerin-
        

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