Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1507921
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1512906
Maler 
in 
Urbino. 
427 
O, dissf io lui, n0n_ se' tu Oderisi 
L'onor d'Agobbi0, e Yonor di quelF 
Ch' alluminar E: chiamata in Parisi? 
arte 
Frate, diss' egli, piü ridon le carte 
Che pennelleggia Franco Bolognese: 
Uonore e tutto or suo, e mio in parte. 
Ben non sare' io stato si cortese 
Mentre ch' io vissi, per 10 gran disiö 
Dell' eccellenzä, ove mio core intese. 
Di tal superbia qui si paga il fio.   
Seit dem Jahr 1420 lebte Meister Ottaviano Martini in 
Urbino, wie dieses aus den Acten des Notars Antonio di Gub- 
bio vom 23. April 14520 zu ersehen ist, worin er den „Magni- 
iicum Spect. Magistrum Octavianum Martini pictorem de Eu- 
gubio habitantem nunc in Civ. Urbini etc." erwähnt. Ferner 
kommt er auch im Buch der Brüderschaft S. Croce in den 
Jahren 1424 bis 1433 vor, da er eine Wohnung von ihnen 
zur Miethe hatte. 
6. Lorenzo und Jacobo di San Severino führten 
im Jahr 1416 gemeinschaftlich die Frescomalereien im Orato- 
rium von S. Giovanni Battista zu Urbino aus, welche theil- 
weis noch gut erhalten sind. Die Hauptwand mit der Kreu- 
zigung Christi, zeigt in Maria. und den bei ihr klagenden 
Frauen einzelne Schönheiten, aber auch manche Verzerrung 
übertriebenen Affects und übel verstandener Verkürzungen. In 
der Predigt Johannis und der Taufe Christi, zwei kleinern 
Bildern, sind viele lebendig aufgefasste Portraite angebracht, 
wahrscheinlich Bürger der Stadt. Die Zeichnung des Nackten 
ist, wie sich aus jener Zeit nicht anders erwarten lässt, sehr 
ungeschickt und die Färbung öfters hart und bunt. Indessen 
sind die verschiedenen Bilder aus dem Leben des Heiligen 
unter sich sehr ungleich; so dass z. B. die Geburt Johannes 
des Täufers und die Taufe Christi noch mehr der Art des 
14, Jahrhunderts angehören und von dem ältern Bruder sein 
dürften, der aber oiienbar mehr Talent als der jüngere be- 
sass, dessen Bilder, wie die Predigt Johannis, schon etwas 
von einer spätem Entwicklungsperiode zeigen. Die Malereien 
haben folgende Inschrift: ANNO. DOMINI. MCCCCXVI. m: xvnl. 
ALEGHIl-ZRIVS von-zu m CARMINA scmrsrr. wmnmucvs FALCVTIAS 
VIRTVTI ET Posnsnxmuvrx POSVKT. In des [Valcutio Landhaus S011 
Dante zwei Gesänge seiner D1v1na_ Conxedia geschrieben haben.
        

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