Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1507921
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1512510
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Pans , 
Ca-lnpaüa 
Auch aus der Schule Albrecht Dürer's kam ein talent- 
voller Künstler in die des Rafael, nämlich Georg Pens aus 
Nürnberg. Da er indessen erst im Jahr 150i) gßlmren, 
dürfte ihm nur während kurzer Zeit der Unterricht Ra- 
faeYs selbst zu theil geworden sein. Historische Gemälde 
fertigte er nur wenige; dagegen besitzen wir von ihm viele 
ausgezeichnete Portraite, in denen der Einfluss der Rafae- 
lischen Schule unverkennbar ist. Dasselbe gilt von seinen 
geschätzten Kupferstichen. 
Pedro Campaüa aus Brüssel gebiirtig, aber von Spa- 
nischen Eltern stammend, wird von Velasco  zu den Schü- 
lern RafaePs gezählt. Da er jedoch bei dessen Tod erst 
17 Jahre alt war, so kann er wohl nur zu dessen Nachah- 
mern gerechnet werden. Als Kaiser Karl V in Bologna im 
Jahr 1530 seinen Einzug hielt, malte er den Triumphbogen 
und wurde von ihm nach Spanien berufen. In Sevillaführte 
er nun Verschiedenes aus und wurde der Meister des M0- 
rales Perez, welchen die Spanier den Göttlichen nennen. 
Noch hatte Rafael eine grosse Zahl von Schülern, die 
als unbedeutend entweder in völlige Vergessenheit gerie- 
then, oder von denen wir kaum mehr als ihre Namen ken- 
nen. So z. B. Vincenzo Pagani di Monte Rubbiano, wel- 
cher in der Dominicanerkirche zu Rieti ein jüngstes Ge- 
richt in Fresco -malte,'worin ein schwacher Nachahmer des 
Urbillaten z" erkennen ist. Er malte auch viel in der Mark 
Ancona, daher er auch Vincenzo della Marca genannt wird. 
Sei" Sohn Lattallzio War gleichfalls Maler und hielt sich 
besonders in Umbriell allf. Armenini zählt zn den Schii- 
lern RafaePs einen Scipione Saeco von Cegena und Oylandi 
einen Don Pietro da Bagnaja, der gleich Jacomone da Faema 
mehreres in Ravenna ausfuihrte. Baldinucci will auch einen 
gewissen Crocchia dazu rechnen, der bei den Capuzinem 
in Urbino gemalt habe, worüber aber weitere Nachrichten 
fehlen. S0 soll auch Pietro V1t1, der Sohn des Tümoteo 1), 
17151) Antonio Palomino Velasco el Museo pintoricg etc, ßjadl-jd 
2) Er starb am 8. 
Tim. Viti. p. 11. 
di 
März 
1573. 
Siehe Pungileoxmi Elogio 
storico
        

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