Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1507921
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1512491
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da 
Pel. 
Aml. 
und 
Modena 
da 
Salerno. 
Bolognesischer Maler, zu nennen sein, dessen Sanct Michael, 
jetzt in der Pinakothek zu Bologna beweist, dass er die 
Werke RafaePs eifrig studirt und nicht ohne Erfolg nach- 
geahmt hat. 
Auch Carlo Pellegrino Munari aus Modena wird als ein 
ausgezeichneter Schüler RafaePs angegeben, welcher dessen 
Behandlungsweise nach seiner Vaterstadt verptlanzte. Er 
kam aber drei Jahre nach RafaeTs Tod und seiner Rück- 
kehr auf unglückliche Weise ums Leben. Leider sind alle 
von Vasari erwähnten Frescomalereien, welche Pellegrino 
in Rom ausgeführt, entweder in einem beklagenswverthen, 
nicht mehr erkennbaren Zustande, oder ganz untergegangen. 
Auch die Altarblätter, welche er für Kirchen seiner Vater- 
stadt gemalt und deren hohe Anmuth und sonstige Vor- 
züge geriihmt werden, sucht man jetzt vergeblich an ihren 
alten Stellen.  
Von Andrea Sabbatini aus Salerno haben sich dagegen 
mehrere Werke in Neapel erhalten. Nach Bernardo de 
Dominici 1), auf dessen Angaben sich indessen selten zu 
verlassen ist, kehrte er schon im Jahre 1513 aus RafaePs 
Schule zurück und führte in seiner Vaterstadt, mehr noch 
in Neapel und der Umgegend viele Frescomalercien aus, 
die jetzt aber alle untergegangen sind. Seine häufigen Öl- 
bilder scheinen obige Aussage zu bestätigen, indem sie in 
der allgemeinen Haltung an die Schule Rafaefs erinnern 
und in der Färbung den kraftlosen Ton der Frescomale- 
reien haben; auch die Gewänder sind breit und massig be- 
handelt. Seine Zeichnung, obgleich auch sie die Schule 
RafaePs verräth, hat keine Strenge, seine Charaktere sind 
ohne Tiefe. Überhaupt scheint Andrea da Salerno mehr 
durch grosse Leichtigkeit in der Behandlung, als durch 
ernstes Streben nach Gediegenheit sich ausgezeichnet z" 
haben. Das Museum in Neapel besitzt mehrere Gemälde 
von ihm, auf welche_ sich obiges Urtheil gründet. An- 
dere dagegen, welche ihm daselbst zugeschrieben werden, 
1) Vite d'e' pittori, 
1142. 3 V01. in 4. 
scultori 
ed 
architetti 
Napolitani. 
Napoli
        

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