Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1507921
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1512312
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Rafaelfs Bildniss. 
fael in Urbino im Jahr 1506, also in einem Alter von 23 
Jahren von sich selbst gemalt, und gegenwärtig der Florenti- 
ner Gallerie zur Zierde dient. G. M. Preislerhat 1741 den 
treusteih F. Forster 1836 einen gefälligen Kupferstich da- 
nach geliefert. Auch "Taf el V gibt eine Äbbildung davon. 
Ein zweites in O1 gemaltes Portrait von sich selbst, 
welches Rafael ums Jahr l509, und, wie schon bemerkt, 
höchst wahrscheinlich für seinen Freund Frauceggg Francia 
gefertigt, erstand der Prinz Adam Czartoryski in Venedig. 
In früheren Zeiten ist es von Paul Pontius und andern in 
Kupfer gestochen worden. 
Auch das Portrait RafaePs mit seinem Meister Pietro 
Perugino in der Schule von Athen ist durch manche Stiche 
gekannt, aber einigermassen genügend ist nur der von M. 
F. Dien.   
Sehr zu bedauern ist, dass ein von Rafael in schwar- 
zer Kreide entworfenes Bildniss von sich selbst, jetzt in der 
Sammlung von Monte Cassino, sehr beschädigt ist; denn es 
zeigt uns den Meister in einem ansgebildeteren Alter von 
etwa 30 Jahren und von überaus sprechendeln Ausdruck. 
Er ist fast von vorn gesehen, etwas nach Links gewendet; 
die Haare bedeckt ein Barett. Leider wurde ich verhindert 
eine genaue Zeichnung danach zu fertigen. Möge deshalb 
ein anderer Künstler sich veranlasst finden ein getrenes 
Facsimile davon zu nehmen und es durch eine Nachbildung 
bekannt machen. 
Allgemein wird angenommen, dass jenes schöne Blatt 
von Marc Antonio  welches einen Maler darstellt, der, in 
seinen Mantel gehüllt, in seiner Werkstätte nachsinnend 
ausruht, uns den Meister Rafael in einem belauschten Au- 
genblick zeige. Er hat hier einen kurzen Bart und die 
Wangen, sind etwas ileischig, was die bis jetzt erwähnten 
Portraite Rafaefs nicht zeigen; indessen darf angenommen 
werden, dass er in seinen letzten Lebensjahren im Gesicht 
etwas voller geworden, und sich den Bart habe wachsen 
lassen. 
Bartsch P. 
Siehe A. 
XIV. 
496.
        

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