Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1507921
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1512002
Altartafel für 
Luce. 
Monte 
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aber sind später von dßSSen Schülern entworfen und von gerin- 
gerem Belang. Wir halten uns daherhier nicht weiter bei die- 
sen Werken auf, sondern verweisen für sie auf die nähern Mit- 
theilungen im Verzeichniss der Werke Rafaefs im zweiten 
'I'heile. 
Auf eine von Rafael selbst angefangene und unvollen- 
det zurückgelassene Arbeit müssen wir jedoch zurückkom- 
men. Wie schon bemerkt worden, hatte er contractmässig 
bereits im Jahr 1505 und nochmals im Jahr 1516 den Kloster- 
frauen von Monte Luce bei Perugia versprochen ihnen eine 
Altartafel mit der Krönung Mariä zu malen. Der Preis war 
für den Antheil Rafaefs im zweiten Contract auf 120 -Du- 
caten festgesetzt; der Meister aber, indem er ihn unter- 
schrieb, wollte nach seiner allellerzen gewinnenden Lie- 
benswvilrdigkeit den Klosterfrauen wegen seines frühern Ver- 
zugs einen Beweis seines guten Willens geben, gewisser- 
massen eine Versäumniss wieder gut machen, und bestimmte 
daher ausdrücklich bei seiner Unterschrift, dass, was auch 
im zweiten Paragraph des Contracts stehe, er doch nur IÜÜ 
Dueaten für seine Arbeit verlange. Unmittelbar darauf dürfte 
von ihm der Carton oder die Aufzeichnung auf die Ta- 
fel unternommen worden sein; die Reise nach Florenz 
aber unterbrach die Arbeit, und so kam auch zum 
zweitenmal dieses Unternehmen ins Stocken. Überhäufte 
Arbeiten verhinderten ihn später sie wieder vorzuneh- 
men, und so überrschte ihn der Tod, bevor er dieses oft 
gegebene Versprechen erfüllt hatte. Die untermalte Al- 
tartafel scheint indessen vorhanden gewesen zu sein, daher 
denn nach einer neuen Übereinkunft seine Schiller Giulio 
Romano und Gio. Francesco Penni den Auftrag erhielten 
sie nun zu vollenden. Des leichtern 'l'ransportes wegen 
bestand die Tafel aus zwei Stücken, Ginlio Romano un- 
ternahm die Ausführung des obern Theiles, auf welchem 
Christus die h. Jungfrau krönt; Penni den untern Theil mit 
den Aposteln am Grab der Maria. Die Altarstaifel malte, 
dem Contract gemäss, Berto di Giovanni in Perugiainit 
vier Darstellungen aus dem Leben der h. Jungfrau, und be- 
zeichnete sie mit dem Jahr 1525. In diesem Jahr W" es 
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