Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1507921
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1511969
Die 
Schlacht 
Constantivfs. 
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von Giulio Romano herrührt. Ihm sind denn auch die bei- 
den aufgeputzten jungen Leute, gleich Edelknabeu des Mit- 
telalters Helm und Schwert haltend, zuzuschreiben, welche 
an der Tribune des Kaisers stehen, sich aber nicht auf dem 
Origiualentwurf Rafaefs befinden, den jetzt der I-Ierzog von 
Devonshire besitzt. Auch der hässliche Zwerg rechts ist auf 
der Zeichnung nicht angegeben. Seine Stelle nehmen hier 
mehrere herbeieilende Soldaten ein, wodurch die Composi- 
tion voller und reicher wird und die Gruppen sich besser 
verbinden. 
Das zweite Wandgemälde zeigt die Schlacht Constan- 
 gegen Maxentius, ein Werk, das mit Recht als das 
ausserordentlichste in seiner Art betrachtet wird. Der ge- 
wählte Moment ist die Entscheidung des Sicges, welcher 
mit Constantiifs Herrschaft die der äussern christlichen 
Kirche begründet. Die Besiegteu sind zum Ufer des Ti- 
berflusses hingedräugt, und hier erscheint nun der Kaiser 
an der Spitze seines Heeres auf seinem herrlichen Ross, 
das im stolzen Gefühl den Sieger zu tragen, über nieder- 
geworfene Feinde dahinsprengt. Ihm folgen zunächst die 
Träger der Feldzeichen, auf denen sich nun das triumphi- 
rende Kreuz erhebt; dann Reiter, welche zum Streiten er- 
munternd auf grossen Feldhörnen blasen. Noch wüthet der 
Kampf mit allen seinen Schrecken um Constantin her, da 
schweben über ihm drei Engel als Verkünder göttlichen 
Beistandes und baldigen Sieges. Schon sprengen zwei Rei- 
ter mit Häuptern feindlicher Anführer ihm entgegen und 
ein dritter zeigt auf den mit seinem Pferde im Strom 
schwimmenden Maxentius. Gegen diesen erhebt nun der 
Kaiser seinen Speer, während jener im Ausdruck der Ver- 
zweiflung eines 'l'yrannen einen doppelten Untergang vor 
Augen sieht. Auch die Niederlage seiner Partei ist trotz 
der Wuth des Kampfes schon erkennbar; denn verfolgt, 
entüieht sie zum Theil über. die Milvische Brücke, oder 
Sucht sich in Kähnen zu retten, wo die Fliehenden indes- 
sen durch die ihnen nachfolgenden Pfeile, oder mit noch 
schmählicherem Untergang durch ihre eigenen Cameraden be- 
droht werden, denn diese, im SchwimmenilnfHeilsixchenda er"
        

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