Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1507921
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1508595
XXXII 
Vorwort. 
Sammlungen, die mir auf meinen Reisen bekannt 
wurden, in Bezug auf die nach Rafael gefertig- 
ten durchgesehen habe. 
Das beigegebene Heft mit Abbildungen dürfte 
den Freunden der Kunst nicht nur wegen meh- 
rerer früher nie bekannt gemachten Gegenstän- 
den angenehm sein, sondern auch noch dadurch 
ihr besonderes Interesse erregen, dass diesel- 
ben eine Anschauung des Ganges der künstleri- 
schen Jugendbildung Rafaelis gewähren: In dem 
Bild des Gekreuzigten beim Cardinal Fesch se- 
hen wir den dem Meister Perugino ganz hinge- 
gebenen Zögling, der dessen Darstellungsweise 
genau zu befolgen sucht, aber bei Mangel gründ- 
licher Studien, die Eigenheiten übertreibt, was 
in den Formen und Bewegungen der Hände und 
Füsse besonders auffällt. In der Vision des 
Ritters und dem Christus auf dem Oelberg ge- 
Wahren wir schon eine eigenthümliche, geigt- 
reichere Auffassung des Gegenstandes, einen 
überlegenereil Sinn für Schönheit und den Er-e 
folg gründlicher Studien, namentlich in den Ge- 
wändern; im allgemeinen aber noch ganz die 
Art und Weise des Perugino. Dagegen zgigt 
das 1505 gemalte Altarblatt in Blenheim schon 
sehr merklich den florentiner Einfluss, den WVen- 
depunct zu Rafaefs höherer Ausbildung. Aus 
der iiorentiner Epoche findet sich unter unsern
        

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