Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1507921
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1511789
Bericht 
Leo 
315 
welche antike Gebäude diejenigen sind, die ich Ew. Hei- 
ligkeit, Dero Verlangen gemäss, anschaulich zu machen ge- 
denke und wie leicht es sei dieselben von den übrigen zu 
unterscheiden, so bleibt mir noch übrig über das von mir 
bei ihrem Ausmessen und Aufnehmen beobachtete Verfah- 
ren zu reden, damit Ew. Heiligkeit zu ermessen vermögen, 
0b ich das eine wie das andere richtig geleistet habe, und 
damit Dieselbe erkenne, dass ich in der folgenden Beschrei- 
bung nicht durch das Ungefähr und blosse Praktik, sondern 
durch richtige Grundsätze geleitet worden bin. 
Da ich bis jetzt weder geschrieben gefunden noch ver- 
nommen habe, dass die Art mit der Magnetnadel zu mes- 
sen, deren ich mich zu bedienen pflege, bei irgend einem 
Alten vorkommt, so halte ich dieselbe für eine Erfindung 
der Neuern, und will daher, um auch hierin dem Befehl 
Ew. Heiligkeit zu gehorchen, ausführlich angeben, wie man 
verfahren muss, bevor zu anderm übergegangen wird.   
Kurz, auf diese drei Arten kann man auf das Genauste 
alle Theile des Gebäudes von Aussen und von Innen auf- 
nehmen. Wir haben diesen Weg befolgt, wie man aus dem 
ganzen Fortgang unserer Beschreibung sehen kann; und da 
es nun Zeit sein wird, zu derselben den Anfang zu machen, 
so füge ich hier zuerst die Zeichnung eines Gebäudes in 
allen drei oben erwähnten Arten bei, um das von mir Ge- 
sagte deutlich zu machen. Sollte ich im Übrigen so viel Glück 
haben, als mir dadurch wird, Ew. Heiligkeit, dem ersten 
und höchsten Fürsten der Christenheit, zu dienen und zu 
gehorchen, so könnte ich mich den glücklichsten Ihrer er- 
gebensten Diener nennen. S0 werde ich stets die dankbare 
Axierkemunlg aussprechen, dass mir die Gelegenheit zu mei- 
1) Hier folgt im Text die weitläufige Beschreibung des beim 
Messen der Gebäude üblichen Verfahrens und wie eine architektoni- 
sche Aufnahme in drei Theilen bestehe: nämlich dem Grundriss, dem 
Aufriss und dem Durchschnitt, welche ich hier weglasse und auf den 
Originaltext, Anhang XIII verweise.
        

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