Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1507921
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1511683
Rafael und 
Sebastiano. 
305 
einen ähnlichen Auftrag erhalten hatte; Dieser sollte näm- 
lich ein grosses Altarblatt mit der Auferweckung Lazari ma- 
len und der grosse Florentiner hatte ihm hiezu einige noch 
im Nachlass Lawrence vorhandene Zeichnungen gefertigt, 
so den trefflichen venetiauischen Coloristen mit seiner Er- 
findungskraft und der Gediegenheit seiner Zeichnung unter- 
stützend. Als man Rafaefn dieses hinterbrachte, antwor- 
tete er heiter: „Michel Angelo erzeigt mir eine besondere 
Gilnst, da er mich würdigt mit ihm selbst zu wetteifern, 
und nicht mit dem Sebastiano" 1). Das Weitere über die 
Altartafel der Transiiguration, als der letzten Arbeit des 
Meisters, soll indessen an gelegenerer Stelle berichtet wer- 
den. Hier haben wir zuvörderst einer Thätigkeit RafaePs 
zu erwähnen, die ihn in der letzten Zeit seines Lebens be- 
sonders in Anspruch nahm.  
Wir erinnern uns aus dem schon mitgetheilten Briefe 
des Caelio Calcagnini an Jacob Ziegler, wie Rafael, der 
für alles entbrannte, was der menschliche Geist Schönes 
und Grosses auf Erden geleistet hat, besonders aber von 
der antiken Kunst angezogen sich bemühte, sowohl den 
Plan der antiken Stadt Rom nach ihren verschiedenen Quar- 
tieren aufzunehmen, als auch die antiken Gebäude nach den 
noch vorhandenen Überresten und den Beschreibungen der 
lateinischen Schriftsteller in Grund- und Aufrissen wieder 
herzustellen. Derselbe Calcagnini in der Bewundrung für 
Rafaelis Bemühungen, die überhaupt bei den damaligen Ge- 
lehrten Roms die grösste Theilnahme fand, hinterlies noch 
folgendes Epigramm: 
So 
viel 
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Feinde und so viel Jahrhunderte 
Helden 
während 
SO 
langer 
Und 
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Rom Rafael und findet es. 
die Aufgabe eines grossen Mannes, 
zu finden eines Gottes." 
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20
        

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