Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1507921
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1511103
Brave 
Leo 
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Umkreis ausgegraben werden. Wer dieses nicht nach Ver- 
lauf von drei Tagen wird gethan haben, verfällt in eine 
Strafe, nach deinem Gutdünken von 100 bis 300 Gold- 
stiicken. 
Ferner: da uns berichtet worden, dass die Steinmetzen 
unbedachtsamer Weise antike Marmorstücke benutzen und 
bearbeiten, auf welchen Inschriften eingehauen sind, die öf- 
ters ausgezeichnete Denkwürdigkeiten enthalten, und auf- 
bewahrt zu werden verdienten zur Förderung der Literatur 
und der Eleganz in der lateinischen Sprache, jene aber 
solche Insehriften vernichten, so befehlen wir, dass alle, 
welche das Steinmetzenhandwerk in Rom ausüben, keine 
mit Inschriften versehene Steine ohne deine Erlaubniss ver- 
hauen oder zersägen dürfen, unter derselben Strafe, wenn 
sie nicht unserm Befehl Folge leisten. Rom am Q7. Au- 
gust im dritten Jahr unsers Pontificats." (1515).) 
Dieses Breve, welches nur bezweckte Rafaeln die Mit- 
tel an die Hand zu geben, dass er mit Ökonomie Steine 
und Marmor für den Bau der Peterskirche erwerben könne, 
und dass er die Vernichtung interessanter Inschriften ver- 
hindere, hielten irrig einige Schriftsteller für eine Ernen- 
nung RafaePs zum Präfecten der Alterthiimer, welchen Ti- 
tel dritthalb Jahrhunderte nach ihm Winkelmann führte. In der 
That bedurfte es damals keiner solchen Anstellung, da die 
Sammlung antiker Statuen im päpstlichen Palast noch sehr be- 
schränkt war, obgleich sich schon einige der ausgezeichnetsien 
Stücke dabei befanden  als die im Jahr 1506 entdeckte 
Gruppe des Laoeoon, auf welche Jacopo Sadoleto ein berühmt 
gewordenes Geilicht verfasste 2); der Apollo vom Belvedere, 
Fea 
Carlo 
Notizie etc. 
2) Sadolet. Oper. III. p. 245. Verona 1738. Über die Fin- 
dullg des Laocoon in den Bädern des TiLus berichtet Francesco da 
San Galle, der Sohn des Giulialiß, wie folgt: I0 era di pvßhi M111 
1a prima volta, ch' io fui a Roma, ehe fu detto al Papa, ßbe in 
Ulla vigna presso a S. Maria Maggiore s'era trovato certe Statue
        

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