Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1507921
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1508449
Vorwort. 
XVII 
äussern auf denselben einwirkenden Umgebungen 
und seine Urtheile über dessen Wierke, welche 
er selbst gesehen, niedergelegt. Es ist ein höchst 
anziehender, öfters belehrender Beitrag zur Ge- 
schichte Rafaefs, der aber nur wenige neue, be- 
gründete Thatsachen enthält, wie dieses der Ver- 
fasser selbst zu verstehen gibt, indem er in der 
Vorrede p. V berichtet: „Der Wunsch, die Ge- 
schichte Raphaefs und seiner grossen Zeitgenos- 
sen durch bisher unbenutzte Thatsachen zu be- 
reichern, das Ungewisse und Irrige aus Quellen 
erster Hand festzustellen und zu berichtigen, musste 
demnach (indem er während seines längern Auf- 
enthalts in Italien es immer verschoben hatte jene 
Quellen zu benutzen), da zur Rückkehr in meine 
andere Heimath wenig Hoffnung, vielleicht für 
immer aufgegeben werden. Doch belehrten mich 
verschiedenehWVerke, welche über Raphael auch 
ohne Zuziehung noch unbenutzter Quellen ver- 
fasst worden sind, dass es so vieler Vorarbeiten 
nicht bedürfe, dass Jeder aus seinem Gesichts- 
Punkte über den allgemeinen Charakter und die 
besondern Werke Raphaefs viel Neues auffassen 
und aussagen könne." Dieser Art und WVeise 
folgte nun unser Verfasser bei seiner Abhandlung 
über Rafael. Er entsprach aber hiedurch keines- 
weges den Erwartungen, welche die beiden er- 
sten Theile seiner Italienischen Forschungen er- 
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