Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1507921
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1508371
Vorwarl. 
förmigkeit, womit des Anonymus und des Vasari 
Berichte über Rafael abgefasst sind, einer der- 
selben den" andern muss benutzt haben. Nun aber 
enthält der Anonyme einige Nachrichten über die 
Portraite des Tibaldeo und des Carondelet und 
über den Knaben in Marmor, welche erst im ver- 
flossenen Jahrhundert bekannt wurden und die 
sicher Vasari würde rnitgetheilt haben, hätte er von 
dieser Schrift Kenntniss gehabt. Auffallend sind 
auch einige Irrthümer beim Anonymen, in die 
kein Zeitgenosse Rafaefs würde gefallen sein; 
z. B. p. 22 dass Rafael die heilige Familie für 
iDom. Canigiani im Jahr 1516 gemalt habe; 11.24 
dass er bei seiner Ankunft in Rom den Pietro 
della Fra.ncesca und Bramante da Milano, die 
schon damals längst gestorben waren, getroffen 
habe; p. 53 dass er das Portrait der Donna Bea- 
trice d'Este gemalt habe, obgleich zu seinen Zei- 
ten gar keine Fürstin dieses Namens aus dem 
Hause Este lebte (auch nennt sie Vasari nur 
Beatrice Ferrarese); und p. 63 dass Rafael zum 
Intendanten der Kunstwerke im Vatican durch 
Leo X ernannt worden sei, ein ganz moderner 
Irrthum, welchen das Breve vom 27. August 1515 
veranlasste, wodurch dem Rafael die Befugniss 
ertheilt wurde, für den Petersbau antike Steine 
und Marmore zu erstehen und zu verhindern, 
dass antike Inschriften zerstört würden. Den schla-
        

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