Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften über neuere Kunst und deren Angelegenheiten
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1499400
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1506999
Die 
Armae 
Friedrichs 
das 
Grosseu 
ihrer Uniformirung. 
729 
hnftcstc zu wünschen," dass von diesen nicht minder meisterhaften Arbei- 
teu Bötticher's eine vollständige Sammlung, die vielleicht noch zu 
beschaffen ist, veranstaltet werde. Möchten diese Zeilen dazu eine An- 
regung geben! 
Die Armee Friedriciüs des Grossen in ihrer Uniformirung gezeich- 
net und erläutert von A dolp h Menzel. Erster Band. Die Cavallerie. 
Berlin 1851. F01. Druck und Colorit des 11th. Inst. von L. Sachse 8c C0. 
Zu beziehen durch den Verfasser und den Drucker. 
Kunstblatt 
1862, 
Es ist bekannt, dass Adolph Menzel, seit er es unternahm. eine volks- 
thütnlich geschriebene Geschichte Friedrichs des Grossen mit Zeichnungen 
zu begleiten, in der Darstellung dieses Königes, seines Lebens und seiner 
Thaten eine Hauptaufgabe seines künstlerischen Berufes gefunden hat. Mit 
unermüdlicher Sorgfalt hat er seine Studien auf diesen Zweck gerichtet 
und den vollkommen zureichenden Apparat zur Erfüllung solcher Aufgabe 
zu gewinnen gestrebt. Von dem Heldcnkönige ist aber das Heer, mit 
welchem er seine Schlachten focht, unzertrennlich; so musste die Sorge 
des Künstlers ganz besonders auch dahin gewandt sein, von allen Eigen-' 
thümlichkeiten dieses Heeres, je nach den Graden und den Gattungen 
desselben und nach den verschiedenen Perioden der Regierung des Kö- 
niges, eine möglichst bestimmte Anschauung zu gewinnen. Ein fertiges 
Material lag dazu durchaus nicht vor. Vielmehr musste, was sich an 
Wallen- MOIIiiYungen und sonstigen Effekten in alten Magazinen noch 
mehr oder weniger erhalten hatte, hervorgesurrht. der Gebrauch auf dem 
lebenden Körper genau ermittelt, auch das Trümmerhafteunti schon Ver- 
rottete überall Sorglich beachtet werden. Einzelnes in andern Sammlun- 
gen, Bildnisse derjZeit, kleine Waehsmodelle und Handzeiehnungen, da- 
mals zur Anschauung einzelner Truppengatttingen oder ihrer besondern 
Abzeichen gefertigt, u. dergl. m., wurde, soviel es immer ging, dazu ge- 
nommen, um jeden Punkt, über den nur eine Belehrung zu gewinnen war, 
festzustellen und klar zu machen. Die Fülle der Studien, die Menzel in 
solcher Beschäftigung mit eigner Hand fertigte, gab endlich zu dem in 
der Ueberschrift genannten Prachtwerke Anlass, in welchem er die Re- 
sultate seiner Mühen nieht bloss den Kunstgenossen zur freien Benutzung 
darbietet, sondern zugleich auch ein Werk liefert. das für die Spezialge- 
schichte des grossen Königes und seiner Zeit den eigenthümlicltsten, völlig 
urkundlichen Wcrth hat. 
Der vorliegende erste Theil, das Resultat ncunjähriger Arbeit, enthält 
141 colorirte Blätter, nebst dem dazu gehörigen kurz erläuternden Texte. 
Es sind militärische Kostümfiguren (die einzelne Figur etwa 81], Zoll hoch) 
und Darstellungen verschiedenartigen militärischen Geräthes, Alles, soweit 
es die Vorlagen nur gestatteten, mit derjenigen Genauigkeit gegeben, die 
den Gegenstand vollständig erschöpft. Wie der Titel angieht, behandelt 
dieser Theil der Cavallerie; zwei andre Theile sollen die übrigen Qlruppeti- 
gattttugctt enthalten. Die verschiedenen Regimenter der Kiirassicre, der 
Dragoner und der Iltisartm nebst den, den letzteren zugeselltcit Bosniaken
        

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