Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften über neuere Kunst und deren Angelegenheiten
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1499400
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1504462
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Jahr 
im 
Kunstreise 
1845. 
hiSiorischen Würde, selbst mit grossem Eifer auf die Erhaltung ihrer 
Monumente bedacht sind. Gewöhnlich vereinigen sich zu diesem Behuf 
auf gleiche Weise Staats-, Provinzial- und Commnnal-Mittel. Das Staats- 
Blldget enthält gegenwärtig die Summe von jährlich 30,000 Francs als 
Zuschuss zu den Bedürfnissen der Conservation für den Fall, dass dazu 
die Mittel der Städte und Cemmunen unzureichend sind. Als begutach- 
tende Behörde für die Angelegenheiten der Conservation und Restauration, 
wie auch für die Ausführung neu zu errichtender öffentlicher Monumente, 
dient eine dem genannten Ministerium Untergeordnete "Commission royale 
des monumens", welche im Auftrage des Ministers die von der Pr0vinzial- 
behörde eingereichten Restaurationspläne revidirt und, sofern es nöthig, 
überarbeitet, oder gelegentlich auch den Minister auf das eine oder andre 
Bedürfniss der Art aufmerksam macht. Wissenschaftliche Tendenzen lie- 
gen hiebei nicht zu Grunde. Die Commission besteht daher vorzugsweise 
aus Technikern von Fach, besonders aus Architekten. Die Mitglieder 
verrichten ihre Dienste unentgeltlich und erhalten nur für etwa aufge- 
wandte Reisekosten eine Entschädigung. 
Vorlesung 
über 
das 
historische 
Museum 
Zll 
Versailles und die Darstellung 
in der lllalerei. 
historischer 
Ereignisse 
Gehalten 
März 
1846 im 
wissenschaftlichen 
Verein 
zu Berlin. 
Wenn ich es unternehme, hier über eine der merkwürdigsten und 
eigenthümlichsten Kunstsammlungen unsrer Zeit  über das historische 
Museum zu Versailles  zu sprechen, so muss ich es mir erlauben, zur 
Gewinnung eines bestimmten Standpunktes zunächst ein Paar allgemeine 
Bemerkungen vorauszuschicken.  
Die Geschichte der Kunst lehrt uns, dass die Kunst nicht, wie es auf 
den ersten Anblick scheinen möchte. einem unabhängig spielenden Nach- 
ahmungstriebe, dass sie im Gegentheil einem bestimmt ideellen Bedürfniss 
ihren Ursprung verdankt. Die Kunst ist ihrer primitiven Bedeutung nach 
nichts als eine Schrift von allgemein verständlicher Beschaiienheit. Die 
Zeichen dieser Schrift sind allerdings den Erscheinungen der Natur nach-
        

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