Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften über neuere Kunst und deren Angelegenheiten
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1499400
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1500100
Kritiken, 
Berichte, 
Erörterungen. 
jenen gethan) in einer neuen, geschmackvollen Ausgabe dem Publikum 
vorlegt und einem grösseren Theile desselben durch einen sehr wohlfeilen 
Preis zugänglich macht. Die erste Lieferung, die Umrisse zur "Hölle" ent- 
haltend, ist so eben erschienen, 25 Blätter, mit Text, zu 1 Rthlr. 15 Sgr. 
Es sind ebenfalls etwas verkleinerte Copien der Originale, meist sehr 
wohlgelungen, sauber auf schönes Papier gedruckt. Jedem Umriss ist ein 
zierliches Textblatt beigefügt, welches die bezügliche Stelle des Gedichtes, 
sammt deren Uebersetzung in deutscher, englischer und französischer 
Sprache enthält. Auch der Titel ist in diesen vier Sprachen abgefasst. 
Wir wünschen dem, für viele Kunstfreunde gewiss sehr erfreulichen 
Unternehmen eine recht schnelle und allgemeine Verbreitung, die es in 
hohem Grade verdient. Wir hoffen, dass die Verlagshandlung, nach der 
Vollendung dieses Werke, auch die herrlichen Umrisse Flaxmads zum 
Aeschylus, vielleicht das Grösste, was dieser geniale Künstler geschaifen, 
in ähnlicher Weise folgen lassen wird. 
Anordnung des Vorraths von Kunstwerken, die sich in meinem 
Besitze, oder nächstem Bereiche, insonderheit an öffentlichen Orten der 
Stadt und Universität (Greifswalde) finden, um sie in geschichtlicher Folge 
vorzuzeigen oder darauf hinzuweisen.  Nebst Vorwort und Beilagen vom 
Prof. Schi ldener. (Bd. II, Heft III. der Greifswalder acadcmischen 
Zeitschrift. 1833.) 
1833, 
(Museum 
Wir haben, in Gesprächen über die bevorstehende weitere Entfaltung 
der gegenwärtig neu aufblühenden Kunst, öfters die wenig erfreuliche 
Ansicht aussprechen hören, dass die Kunst unsrer Zeit nicht als ein 
charakteristisch Nothwendiges, aus innerem Bedürfniss Hervorgegangenes 
zu betrachten sei; dass sie mehr nur eine Laune des Zeitgeistes, eine 
Treibhausptlanze genannt und nur mit derjenigen Kunst verglichen werden 
könne, die zur Zeit der Römerherrschaft, vornehmlich unter der Regierung 
des I-Iadrian, ausgeübt wurde. Möglicher Weise ist eine solche Ansicht 
nicht geradezu von der Hand zu weisen, wenn wir unsern Blick nach dem 
Süden unsers Vaterlandes richten, wo bisher die grossartigsten Kunstnnter- 
nehmungen in's Leben getreten sind. Hier ist es nur der einzelne Wille 
eines kunstliebenden und kunstsinnigen Monarchen, der eine Reihe der 
ausgezeichnetsten Künstler um sich versammelt; auf seinen Wink erhebt 
sich, zu München, ein bedeutendes Bauwerk nach dem andern, eins das 
andere mit dem reichen Schmuck seiner Fresken übertreffend; auf seinen 
Wink glänzt die ehrwürdige Kathedrale von Regensburg in der herrlichsten 
Pracht der gemalten Fenster, wie kein andres Gotteshaus von Deutschland; 
auf seinen Wink gründen sich, an den Ufern der Donau, die Mauern der 
Walhalla, wo die deutsche Geschichte durch deutsche Sculptur verherrlicht 
werden soll. Wir fragen aber, und wissen, für den Augenblick wenigstens, 
noch nicht zu antworten, ob cbendort auch im Volk derjenige Sinn ge-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.