Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften über neuere Kunst und deren Angelegenheiten
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1499400
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1503943
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Bericbtu. 
Erörterungen. 
Kritikern, 
luvocation de 
par Manche. 
N. D. du 
lmp. lith. 
Scapulaire. Peint par Wappers. Lith. 
roy. de Degobert. Bruxelles. Gross F01. 
Madonna in Wolken thronend, das Christkind zu ihrer Seite, ein 
grosser Reigen von Engeln umher, theils als Knäbcheu, theils in den For- 
men mehr Erwachsener, einige mit Emblemen der Künste, andre das hei- 
lige Scapulier- haltend. Unterwärts Verein-ende, ein Fürst mit seiner 
Gemahlin, ein hinfalliger Greis, von seiner Familie umgeben, geistliche 
Würdenträger u. s. w. Die Fassung des Ganzen bewegt und belebt und 
auf malerischen Effekt berechnet; Ton und Haltung, so viel aus der Litho- 
graphie zu ersehen, vortrefflich. Leider aber in dem Ausdruck der mei- 
sten Gestalten eine grosse Dosis Sentimentalität, besonders in den Engeln, 
die zum Theil sogar stark an Koketterie streifen. Der untere Theil des 
Bildes nicht unglücklich in der, freilich halbconventionellen Darstellungs- 
weise eines Guido Reni gehalten. Die Arbeit des Lithographen sehr 
meisterhaft, breit, voll, und doch zart und weich in den Uebergängen; 
das Ganze wirkungsreich zusammengehalten. 
Läopold premier, roi des Belges. 
niet, dessinateur de S. M. Impr. 
Lith. (Tapräs nature par Baug- 
par Degobert. Gross F01. 
Nicht gar erfreulich. Die Halbfigur des Königs, zwar ohne alle AKek- 
tation aufgefasst, auch sprechend im Ausdruck des Gesichts, aber flach, 
sowohl im Charakter als im künstlerischen Vertrage. Die Wirkung ziem- 
lich grau. 
Die Menschwerdung Christi. Jos. Führich inv. ct del. Chr, 
Becher lithogr. Die Originalzeichnung ixf der Sammlung des Herrn Frie- 
drich Freiherrn von der Leyen-Bloemersheim zu Crefeld. Düsseldorf, Ver- 
lag von J. Buddeus. 
(Kunstblatt 
1844, 
Ein Blatt in grösstem Folioformat, die Composition von sehr wichti- 
ger, kunsthistorischer Bedeutung, indem sie, wie wenig andre, den Tiefsinn, 
die Grösse, die Schönheit, zugleich aber auch die Schwäche derjenigen 
künstlerischen Richtung unsrer Zeit, welche als die ausschliesslich religiöse 
oder christliche benannt wird und zu deren gehaltvollsten Vorkämpfern 
Führieh gehört, erkennen lässt. Das Blatt ist architektonisch eingerahmt, 
ein grosser, von Säulen getragener Bogen. Oberwärts sieht man den 
Thron des Himmels mit den drei göttlichen Personen. Zwei hohe, männ- 
liche Gestalten, die Häupter mit Kronen geschmückt (Gott-Vater und Gott- 
heil. Geist), sitzen auf dem Throne; in der Mitte vor ihnen, aufgestanden 
von seinem Platze, steht die dritte Gestalt (Gott-Sohn, Christus); von jenen 
beiden hcbt ihm die eine den königlichen Mantel ab, während ihm die
        

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