Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften über neuere Kunst und deren Angelegenheiten
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1499400
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1502528
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Kritiken, 
Berichte , 
Erörterungen. 
nach, dass gleichwohl rücksichtlich der Unterstützungen für unvermögende 
Schüler, die aus diesen Provinzen gebürtigen Künstler vorzugsweise be- 
günstigt worden seien.  
Ausserdem ist aber auch noch eine eigne Schrift zur Widerlegung der 
„V0rbemerknngen" des Hrn. Fahne erschienen. Sie führt den Titel: 
Die Düsseldorfer Malerschule, oder auch Kunst-Akademie in 
den Jahren 1834, 1835 und 1836; und auch vorher und nach- 
her. Eine Schrift zur Aeusserung einiger Gedanken, von J. J. Scotti. 
Düsseldorf, 1837. (178 Seiten und mehrere grosse Beilagen). 
Diese Schrift können wir dem Leser mit bestem Gewissen empfehlen, 
 zunächst, wenn letzterer die Fahnelsche Schrift wirklich gelesen haben 
und vielleicht von den falschen oder schiefen Aussprüchen des Verfassers, 
die oft für den ersten flüchtigen Anblick nicht grundlos erscheinen, in- 
fluenzirt sein sollte. Schritt vor Schritt geht Hr. Scotti, in unterschied- 
lichen Episteln und Kapiteln, den Behauptungen seines Vorgängers nach 
und deckt nicht bloss das Unlogische in dessen Raisonnements, sondern, 
was ungleich wichtiger ist, das Irrthümliche und Unwahre in allen Ein- 
zelnheiten thatsächlicher Beziehung auf, so dass hiedurch die angeführten 
Spaltungen in der Schule lediglich nur, wie es aber auch in der An- 
sammlung so verschiedenartiger- Individuen an Einem Orte gar nicht be- 
fremden kann, als Missverständniss und Missstimmung von Seiten weniger 
Einzelnenlund gewiss nicht der 'l'ücht.igeren) erscheinen müssen. Der 
Styl, in welchem Hr. Scotti seine Episteln schreibt, bewegt sich in einem 
gewissen Carnevals-mässigen Humor, der zu Anfange vielleicht etwas Be- 
fremdliches für einen östlichen Leser hat; bald aber, und vornehmlich 
durch die zu Grunde liegende Theuherzigkeit bewogen, gewöhnt man sich 
daran, und am Ende muss man es zugestehen, dass eine andre Behand- 
lung der Fahneschen Misere gewiss wenig geniessbar gewesen wäre. Da- 
bei aber ist die Schrift mit der grössten Sorgfalt gearbeitet, und durch 
die genaue, vollkommen aktenmässige Darstellung aller sachlichen Verhält- 
nisse der Düsseldorfer Schule wird sie, was ihr grösseres Verdienst ist, 
ein sehr wichtiger Beitrag für die Kunstgeschichte unsrer Zeit. Dies ge- 
schieht besonders in mehreren grossen und ausführlichen Beilagen. Wir 
lassen hier nur, zum Zeugniss für die Wichtigkeit dieser Beilagen, die 
Titel der bedeutenderen unter ihnen folgen: "Katalog der Kunst-Akademie 
zu Düsseldorf; oder: Verzeichniss der, seit Wiedererrichtung der Kunst- 
schule zu Düsseldorf im J. 1821, bei derselben in Selbständigkeit gewirkt 
habenden Meister, Künstler und Schüler; und'der von denselben bis 
einschliesslich des Jahres 1836 producirten Gegenstände."  "Nachweise 
der bei der Düsseldorfer Kunst-Akademie seit dem J. 1826 bis incl. 1837, 
alljährlich Unterricht genossen und gewirkt habcnden Schüler und Künst- 
ler, mit Unterscheidung derselben nach den Stufen ihrer Ausbildung und 
der Verschiedenheit ihrer Heimath." etc.  "Nachweise und Erläuterung 
über die Räume in den Düsseldorfer Akademie-Gebäuden, wie sie in den 
vormaligen Bilder-Gallerie- und Schloss-Lokalitäten ursprünglich bestanden 
haben und     durch successive Ausbauung allmählig entstanden sind." 
 „Uebersicht der in den Rechnungen des Kunstvereines für Rheinland 
und Westphalen nachgewiesenen wirklichen Einnahmen und Ausgaben seit 
Errichtung des Vereines, vom J. 1829 bis zum J. 183755."  "Nachwei-
        

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