Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften über neuere Kunst und deren Angelegenheiten
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1499400
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1502299
Ornamentik. 
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mit Entschiedenheit von dem Grundsatze ausgehen: deutsche Den 1,- 
mäler nur durch deutsche Künstler ausführen zu lassen! Mögt: 
man aber einen solchen Grundsatz zugleich auf die freisinnigste Weise 
ins Leben einführen! Wo es sich um Denkmäler handelt, welche das ge- 
meinsame Interesse des Volkes in Anspruch nehmen, da ist es würdig rfnd 
gerecht, die Arbeit nicht nach ausschliesslichem Vorurtheil dem einzelnen, 
auf diese oder jene Weise bereits bevorzugten Meister zu übertragen, 
sondern alle im Vaterland vorhandenen Talente zu einer freien öffent- 
lichen Concurrenz aufzufordern. Durch die, für eine solche Concur- 
renz eingesandten Entwürfe wird man sich jederzeit der würdigstcn Auf- 
fassung des Gegenstandes versichern können, wird man dem höheren Streben 
der Künstler, der lebendigeren 'l'heilnahme des Volkes an den Leistungen, 
welche seine edelsten Interessen berühren, die beste Grundlage darbieten 
können. Ueber die äusseren Bedingungen und Einrichtungen einer solchen 
Concurrenz wird man sehr leicht ins Klare kommen, auch was den Punkt 
anbetrifft, dass man natürlich nur den Entwurf eines Künstlers, der sich 
bereits in der Ausführung grösserer Arbeiten auf irgend eine Weise be- 
währt hat, auswählen dürfte.  
Es ist zu hoffen, dass die übrigen deutschen Zeitungen und Zeitschrif- 
ten, als die Organe der öffentlichen Interessen, es sich nicht minder werden 
angelegen sein lassen, bei dieser Angelegenheit die Ehre des deutschen 
Namens zu vertreten. 
Ornamentik. 
(Museum 
1837, 
Einen neuen Beleg über die tüchtige Schule, 
Ornamentik bei uns  vornehmlich in Berlin  
eben erschienene 4te Lieferung des 
die sich im Fache der 
gebildet hat, giebt die 
für Architekten, 
s. w. Berlin, bei 
Ornamfanten-Buches zum praktischen Gebrauche 
Dekorutxons- und Stubenmaler, Tapeten-Fabrikanten u. 
George Gropius. 
Zwei von den 6 Blättern dieses Heftes sind von S. E. Hoffmann, die 
übrigen von H. Asmus erfunden und auf Stein gezeichnet; _s1e enlllnllß" 
sowohl verschiedenartig anzuwendende Verzierungen, als bestimmte Muster 
für den Schmuck der Zimmer und der äusseren l-lans-Faeaden.  ln all?" 
spricht sich ein reines, gebildetes Gefühl, welches mit wenig Mlltßln das 
Ansprechende zu leisten versteht, aus, in einzelnen Blättern werden Sehl" 
geschmackvolle und zarte Erfindungen mitgetheilt. Nur Eine Bemerkung 
wollen wir hiebei nicht zurückhalten. Alle diese Blättßri 111 W19 guter 
Harmonie auch die bei ihnen angewandten Farben zu 6lVIlüDrd0l' stehen, 
bringen diese Harmonie doch nur auf dem leichteren Wege des Lusammen- 
stellens gebrochener, zibgetontcr herben hervnrälfffl "railtfflber Wohl Z" 
wünschen, dass man mit letzteren hier und da Aug ut 1 am tigc, leuchtende
        

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