Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften über neuere Kunst und deren Angelegenheiten
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1499400
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1501370
aFragmeutarisc-bes 
üb er 
Berliner Kunstausstellulng vom J. 
1836. 
169 
genauer und mit grösserer Lebendigkeit wiedergeben. Auch die Haltung 
des Ganzen ist vortrefflich. 
Rinald und Armide; gem. von C. Sohn, lith. von B. Weiss. Eben- 
falls höchst sauber und wohlgelungen in Betracht der technischen Ausfüh- 
rung. Dass Sohn's grosses Talent hier noch nicht entwickelt war, dass das 
Ganze ziemlich absichtlich erscheint und die Schönheit nur in einzelnen 
Partieen gefunden wird, ist nicht Schuld des Lithographen. 
Die Lautenspielerin, gem. von A. Schmidt, lith. von I. G. Schrei- 
ner,  dürfte füglich in einer durch Originalität und lebendiges Gefühl 
ausgezeichneten Folge von Kunstwerken fehlen können. 
Landschaft, gern. von Hobbelna, lith. von A. Borum. Ein schlich- 
tes, durch seine einfache Wahrheit ansprechendes Bild, leider etwas zu 
monoton wiedergegeben.  
Die Mutter des P. Rembrand, gem. von N. Maas, und der 
betende Franziskanermönch, gem. von A. van Staveren, beide lith. 
von B. Weiss, geben trefiliche Beispiele jenes vielbeliebten feineren Genre- 
fache der alten Holländer und entsprechen der sauberen Ausführung und 
den zierlichen Lichteifekten, die in diesen Darstellungen insgemein vor- 
herrschen, mit gutem Erfolge. 
Mater dolorosa, gem. von C. Dolce, lith. von I. P. Kehr, nähert 
sich der zarten, glatten und verblasenen Manier des ltalieners ebenfalls in 
sehr wohlgelungener Weise und wird den Freunden desselben eine will- 
kommene Erscheinung sein. 
Sämintliche Blätter sind mit der Bezeichnung des gegenwärtigen Be- 
sitzers der Gemälde versehen. 
Fragmentarisches über die Berliner Kunstausstellmlg vom 
Jahr 1836. 
(Museum 1836, 
39 
Hildebrandt: 
Tod der Söhne 
Eduard IV., 
Königs von 
England. 
(Vergl. Shakspearefs Richard 
III, 
Act. 
Richard III., der Usurpator des englischen 'I'hr0nes, hat aus dem Wege 
gßfällmt, was ihm den Besitz der Krone streitig machen konnte; nur Seine 
beide" jungen Neffen, die Söhne des verstorbenen Königs Eduard IV.,  
Eduard Prinz von Wales, Erbe des 'I'hrones, und Richard, Herzog von 
York,  haben noch ein näheres Anrecht auf die Herrschaft. Durch Hin- 
terlist des Tyrannen sind beide im Tower gefangen; Sir James Tyrrell ist 
beauftragt, die Knaben zu tödtexi.  Die That ist geschehen. Tyrell kommt 
und schildert im Selbstgespräch den entsetzlichen Vorgang mit folgenden 
Worten: 
Geachehn ist dia tyrarluisch blufge That, 
Der ärgste Gräuol jämmerlicheu Mords,
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.