Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften über neuere Kunst und deren Angelegenheiten
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1499400
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1501128
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Berichte. 
Kritiken, Erörterungen. 
stimmt, das Charakteristische und die Bewegung bezeichnet werden müssen. 
Die beiden letzten Hefte enthalten Gegenstände in (letaillirter Ausführung; 
das vierte beginnt mit der Unterweisung im Schattiren, und zwar nach 
einer besonderen Methode, über deren Zweckmässigkeit sich das Vorwort 
näher ausspricht. 
Neben diesem technischen Theile des Unterrichts gehen die vorliegen- 
den Blätter jedoch zugleich, wie bereits bemerkt, Musterbilder zur Aus- 
bildung des höheren künstlerischen Sinnes. Sie enthalten Beispiele für die 
Verzierung der architektonischen Glieder, für den reicheren Schmuck der 
Säulenkapitäle, Friese und andrer Gegenstände der Architektur, für Posta- 
mente, Vasen, Schalen, Dreifüsse, Lampen, Geräthc aller Art. Von vor- 
züglicher Schönheit sind die im fünften Hefte mitgetheiltgn Bmnzege- 
räthe aus Pompeji und Herkulanuin, die fast sämmtlich vom Verfasser 
nach den Originalen gezeichnet und ebenso wie das Uebrige in genügender 
Grüsse ausgeführt sind; in diesen Werken zeigt sich der reinste Schön- 
heitssinn der griechischen Kunst. Auch sind in demselben Hefte die drei 
Seiten eines fragmentirten marmornen Postamentes mit höchst reizvollen 
Blättersculpturen, welche das schönste Beispiel einer leichteren Stylisirung 
geben, abgebildet. Dies zierliche Werk war dem Referenten neu; der 
Verfasser sagt leider nicht, wo das Original sich befindet. Die eignen 
Compositionen des Verfassers enthalten Gegenstände des Ptlanzenreichs 
(und zwar der heimatlichen Natur), und geben eine Anleitung, wie die 
freien Formen der Natur für ihre Anwendung im Ornament zu stylisiren 
sind. In letzterem Bezüge ist dem Ornamentisten ein weites Feld eröffnet, 
welches noch mannigfach neue Resultate liefern kann. Unter den Compo- 
sitionen des Verfassers befinden sich sehr gelungene Beispiele. 
Die lithographische Ausführung der einzelnen Blätter ist tüchtig, die 
Austattung des Ganzen einfach und anständig. 
A nnales du Musäe et d'c PFlcole moderne des Beaux-arts, ou 
Recueil des principaux Tableaux, Statues et Bas-reliefs exposüs aulLouvx-e, 
depuis 1808 jusqdä ce jour; par les Artistes vivans. et autres productinns 
nouvelles et inädites de l'Ec0lc frangaisc, avec des Noticcs (lescriptives, 
critiques et historiques. Par C. P. Landon.  Salon de 1834. (Pour 
servir de suite et de compläternent aux salons Landon.) Paris 1834. 
(Museum 
1835, 
Wenn wir über das vorliegende Werk einige Worte zu sagen im 
Begritf sind, so geschieht dies, weil wir wünschen, dass die treffliche Ein- 
richtung desselben auch bei uns zur Nachfolge anreizen möge. Es bildet 
eine Chronik der neueren französischen Kunst, sofern sich dieselbe in den 
jährlichen Pariser Ausstellungen des Louvre dargethan hat. Es enthält 
Beschreibungen der ausgestellten Kunstwerke, kritische und historische 
Notizen über dieselben und eine Auswahl von Umrissen nach den vor- 
züglichsten Arbeiten. Es gewährt, schon beim flüchtigen Durchblättern, 
eine Uebersieht über die Richtung der neueren Kunst Frankreichs, die um
        

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