Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1491654
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1492617
römisc 
Das 
Dex 
Zll 
Igel. 
59 
ein schlangenfüssiger Gigant in der Stellung eines Gefesselten, mit auf den 
lliläsleerlfigdi-ldliillaeerdleliehliliel?ilie llgdgllggisßallnlxlallllliflärlllälilläelülliätülldilliaelän gruppe" 
rie hier specieller als die P  1-5 t" d F9 ey.   l w? el. smd 
s   , crsoni ica ion es u is (in seiner lianrligung 
M111 Helle des Wvltallß), zu fassen. Wir erblicken demnach in diesen ver- 
schiedenen Darstellungen zugleich eine Andeutung auf die vier Elemente, 
welche den Bau der Welt ausmachen: Feuer. Wasser, Erde iiiid Luft, 
welche letztere wiederum durch die Gestalt und durch die Bewegung des 
252318 Ylergegenwärtigt sein dürfte. Die [Schlangenfüsse jener (Fdganten- 
g en veisclilingen sich sodann, in der Mitte einer Jeden Seitenhache des 
Kanitäles, auf eine Weise, dass sie völlig den Schlangenknoten des Mer- 
kuriusstabes bilden. Gewiss ist diese Form (zumal an einem Werke, wel- 
ches durchweg von Symbolik erfüllt ist) nicht als ein müssiger Zierrath 
angebracht. Wir dürfen dieselbe ohne Zweifel als das Sinnbild mensch- 
lichen Verkehrs, und zwar eines handel- und gewerbtreibeiideii Verkehrs, 
betrachten; vielleicht ist es auch nicht zu viel herausgedeutet, wenn man 
gietseng VferkehrralsfuflltligelnGbegründfet annimmt, welche auf denjenigen 
all? Yä 811i rie urri tie i anten uren bezeichnet sind beruhten. 
(lis wäre somit. die Alldeüiltngegnes tlelilverbes und Handels, welches ge- 
Wlsser Naturhaftei etwfl derJeßlgen, die bei der Chemie zur Sprache kom- 
men, Z1" Erzeugung 5911161 Produkte bedarf. Die Uebereinstimmung einer 
solchen Annahme mit andern Bildern des Denkmals wird sich weiter unten 
ergeben.) Endlich ist noch zu bemerken, dass die oberen Windungen der 
genannten Schlangenknoten auf jeder Seite des Kapitäles einen mensch- 
lichen Kopf in sich einschliessen. _Diese vier Köpfe sind von verschie- 
denecBildnng, und mainunterscheidet in ihnen deutlich_d1e Darstellung 
des kindlichen, des Junglings-, des Mannes- und des Greisenalters. Hie- 
durch scheint ausgesprochen zu sein, dass jener Verkehr als ein ganzes 
Leben, in seinen verschiedenen Stadien, umfassend gedacht werden 5011m 
Bürgerliches, vorzugsweise gewerbliches Leben in den verschiedenen 
Momenten seiner Entwickelung; die verschiedenen Stoffe und Kräfte, wache 
die Welt bilden und welche Sldlldillelä Lelän des Menschen zur freien Be- 
nutzung darbieten; über ddexzfioriäcilsiczhzznm ärhaltnissen und Bestrebungen 
aber die "entschiedene un diegeev G  ie tätigen fallende Hindeutung 
auf ein hoheres ilenseitsi? 7mm der gngke "BlSßlH-Zlllell somit als die Haupt- 
pifniste, Vfrglghe m denh 0  d e ronung des Monumentes vergegen- 
wartigt sind und welcue _Wlr emnach ohne Zweifel auch als die Grund- 
lage des Inhalts der IIÜTISCQ Darstellungen betrachten dürfen. Was dort 
zum Theil nur  einfachen Sinnbildern ausgedrückt ist, tritt uns in den 
andern (Stegenstandilzn vg er, In einer mehr künstlerischen Dnrchbildung, 
in mehr indlv1duel em emge entgegen. Zur vorläufigen Orientirung über 
die letzteren ISf Zll bemeflicni dass dieselben theils, wie an der Bekrä- 
mmg, in mythisch-Symbüllsßlier Darstellung, theils, wie an der Dedica- 
tionstafeiz ais _Gestalten des wirklichen Lebens vorgeführt werden. 
Es liegt 111 C191 Natur der Sache, dass die grosse llflenge bildlicher 
Darstellungen, Welche a? P11 Jenen unteren Theilen des Denkmals enthal- 
ißll Sind, Zllmali fla b? Ihnen durchweg eine so besonnene künstlerische 
Anlage Sichtbar Wlrdi 111cm filme einen bestimmten Plan, ohne eine be- 
stimmte Rßihenfolgei ffhne elf"? Tegelinässig fortschreitende Entwickelung 
des Gedankens ausgeführt ßelll werde. Es ist somit vorerst nöthig, sich 
über diesen P1811, über dm Folge: 111 welcher die Bildwerke betrachtet
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.