Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1491654
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1499030
des 
Hice 
Elllßlll 
exposäs 
Galeries 
dans las 
du 
Musäe 
du 
Louvre. 
711 
günstigsten Erfolge anbalint,  aus Grisailleiumit einfach gefärbter Carna- 
tion bestehen; Pigrre Penicaud , vermuthlich einen Bruder des vorigen, 
als dessen manierirler Nachahmer er erscheint. Es folgt sodann Läonapd 
Limosin, derjenige unter den Emailmalern, dessen Name fast einzig be- 
reits vor den neueren Forschungen über dieses Fach bekannt war, den 
Franz I, ihn zu seinem Maler und Kammerdiener ernennendH besonders 
ausgezeichnet. hatte und dessen Werke die Franzosen als die eigentlichen 
Glanzpunkte der Emailmalerei preisen. Auch der Verfasser hat ihni einen 
längeren Artikel gewidmet und darin seine lange künstlerische Laufbahn 
nach der ansehnlichen Zahl feststehender Daten verfolgt. Er scheint um 
1505 geboren zu sein; seine Ernaillen beginnen mit dem Jahre 1b32 und 
reichen bis 1574; im folgenden Jahre scheint er gestorben zu sein. „Er 
hat (so sagt der Verfasser bezüglich seiner Technik 1m_ Email) Alles. ver- 
sucht, zuerst um die Wirkungen zu prüfen, dann. um sie zu vermannigfal- 
tigen. Niemand hat die Grisaillen auf schwarzem oder blauem Grunde und 
die tingirten Grisaillen, die sich bei ihin wie Malereien bßlßbßni 11935" 
anzuwenden gewusst. Wenn er farbig malt, so ist dies im französischen 
Geschmack, klar, leicht, brillant, und die Töne seiner Emaillen sind besser 
abgestuft, als in irgend welchen andern Arbeiten des Faches. Die Folie, 
die er unterlegt, wirkt Wunder, er braucht sie im Uebertluss, er missbraucht 
sie nie. Hervorgegangen aus der Schule von Fontainebleau, besitzt er die 
besseren Eigenschaften derselben,  aber freilich auchlihre Mangel, der 
hervorstechendste der letzteren ist der Mangel an eigentlicher Originalität." 
Der Verfasser zählt als Werke seiner Hand, die sich im Louvre befinden, 
99 Stücke auf.  Unter seinen zahlreichen Nacliahmern kommt der Name 
eines Isaac Martin vor. 
Ein andrer, sehr tliätiger Meister, dessen Arbeiten von 1534 bis 1578 
reichen und von dem der Verfasser, als im Louvre befindlich, 43 Stücke 
anführt, ist Pierre Raymond. Mit diesem Namen bezeichnet ihn der 
Verfasser, einer urkundlichen Notiz folgend. Er selbst schreibt sich sehr 
verschiedenartig, zumeist P. Bexmon, auch (nach der Angabe von Didier- 
Petit'), die zu bezweifeln kein Grund vorhanden ist, obgleich der Verfas- 
ser dies thut) P. liexman. Hieraus (bei einer an sich ganz plausibeln 
Verdoppelung des n am Schlüsse des Namens) hat man auf einen deutschen 
Ursprung des Künstlers muthmaassen zu dürfen geglaubt. Der Verfasser 
erwartet für Letzteres die Beweise: sollten deren zu finden sein, so würden 
Sie  nach unsrer Ansicht  immer von geringem Belange bleiben, da 
der Künstler, welches Herkommcns er auch sein möge, in seiner Thätigkeit 
doch entschieden der Schule von Limoges angehörig erscheint. Wir ken- 
nen (z. B. in der Berliner Sammlung) sehr scliätzbare Arbeiten seiner Hand. 
Der Verfasser unterscheidet in ihm ziemlich streng den Künstler von dem 
Handwerker, der, in letzterer Beziehung, eine Menge untergeordneter Ar- 
beiten, ohne an ihrer Bezeichnung mit seinem Namen oder seiner Chiffre 
ein Bedenken zu nehmen, in die Welt habe laufen lassen; er macht ihm. 
dies (p. 205) zum sehr ernstlichen Vorwurf, obgleich er an einer andern 
Stelle seines Werkes (p. 228) selbst darauf hindeutet, dass Rexmons ehe- 
inalige Zöglinge, bei der Beliebtheit seiner Arbeiten, die ilirigen gern als 
aus seiner Werkstatt herrührcnde Leistungen verkauft hätten. Es dürfte 
1) Oatalogue de la 
Petit, introd, p. 26'. 
Z4 Lyon paT 
d'art foronöe 
d'0 bjets 
collection 
Didicr-
        

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