Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1491654
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1498907
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und 
Berichte 
Kritiken 
Alterthümer und Kunstdenkmale des Erlauchteu Hauses H0- 
henzollern. Herausgegeben von Rudolph Freiherrn von Stillfried. 
Fünftes Heft. Berlin, 1852. Gross Fol. 
Kunstblatt 
1852, 
Nach längerer Pause ist von diesem schönen Werke, welches seine, 
auf strenger wissenschaftlicher Forschung beruhenden Mittheilungen zu- 
gleich stets in geschmackvollster künstlerischer Form zu geben weiss, ein 
neues Heft erschienen. Es bringt zunächst zwei. für die Geschichte des 
Hauses Hohenzollern wichtige Urkunden vom J. 1226 mit ihren Siegeln,  
Facsimiles, die, wie schon ähnliche Arbeiten in früheren Heften, das 
Mögliche in solcher Technik zu leisten scheinen; man meint eben. das 
wirkliche alte Pergamentblatt vor sich zu sehen. Dann eine charakteri- 
stische Ansicht der Burg Abenberg und ihrer landschaftlichen Umgebung, 
in Franken, und eine Innen-Ansicht des Schlosshofes zu Cadolzburg. 
Eigenthümlich interessant ist die im bunten Farbendruck vortrefflich aus- 
geführte Darstellung eines reichen Wandgemäldes, welches sich in der 
Münsterkirche zu Heilsbronn in Franken, die Stifter derselben darstellend, 
befindet und welches erst neuerlich von der verhüllenden Tünche wieder 
befreit ist. Es scheint, vielleicht nach einer älteren Darstellung des zwölf- 
ten Jahrhunderts, im dreizehnten Jahrhundert gemalt, später aber öfters 
übermalt und verändert zu sein, und hat desshalb, was Auffassung, Styl, 
Behandlung anbetrifft, denjenigen allerdings schwankenden Charakter, der 
unser Urtheil beim ersten Anblick mittelalterlicher Wandmalereien öfters 
irre führen möchte, der uns aber  auch abgesehen von dem, hier z. B. 
gewichtigen geschichtlichen Inhalt  ein eigenthümliches kritisches In- 
teresse gewährt, indem wir uns zum geistigen Zuriickführeu solcher Pa- 
limpsesten auf ihren mehr und mehr ursprünglichen Zustand genöthigt sehen. 
Denkmale der Baukunst des Mittelalters in Sachsen. Bearbeitet 
und herausgegeben von L. Puttrich, Doctor der Rechte, unter Mitwirkung 
von G. W. Geyser d. j., Maler.  Schluss des Werkes und Anhang. 
(D. Kunstblatt 
1852, 
Im Jahre 1835 erschien die erste Lieferung des Puttriclfschen Werkes, 
die ill ihren S0 Schönen wie belehrenden Mittheililngen die Aufmerksam- 
keit der Freunde der heimischen Vorzeit und der mittelalterlichen Kunst 
auf ungewöhnliche Weise in Anspruch nahm. Der Herausgeber ist diese 
siebzehn Jahre hindurch unverdrossen und unbeirrt,  ungestört auch 
durch die YViFTHiSSC der Zeit und die schwereren Opfer, welche die letz- 
teren zur Durchführung eines so umfassenden Unternehmens erforderten. 
auf seinem Pfade fortgeschritten. Sein WVerk ist zu vier starken Folie-
        

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