Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1491654
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1498372
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[Üarchitecture du Vmß au XVIIM siäcle et les arts qui  
Dcndent: 1a Sculpture, 1a peinture Inurale. 1a peillturcysur vee-n de- 
"mSß-ique, 1a ferronnerie etc., publiäs (Fapräs les travaux inödläe, "la 
grincipaux architectcs franqais et ätrangers par Jules Gailhzßsagäs 
aus, (Jude et Baudry. 1851. (40) Für DeutSQhIand durch R. und T, Q_ 
Weigel in Leipzig zu bezlehen. 
(D. Kunstb]. 1851, N0. 31.) 
Ein höchst umfassendes Unternehmen von Jules Gailhabaud ist kaum 
geschlossen, und schon liegt ein zweites, auf dieselbe Ausdehnung berech- 
net, in einer Reihe von Lieferungen vor uns. Jenes führte den Titel: 
vMOWLLMETIÜS anciens et modernes etc., collection, formant une histoire de 
Parchitecture des dzferevzts peuples ä toutes Zes epoques" und erschien 
gleichzeitig, als nDenkmäler der Baukunst aller Zeiten und Länder" auch 
in deutscher Ausgabe, bis Lieferung 34 von dem Unterzeichneten, von da. 
ab bis zum Schlusse, an dem in dieser Ausgabe nur noch Lief. 199 und 
200 fehlen, von L. Lohde herausgegeben. Das beste Zeugniss von dem 
Beifall, den das erste Unternehmen gefunden hat, liegt in dem Erscheinen 
des zweiten. Es führt den in der Ueherschrift angegebenen Titel und 
schliesst sich hienach, wenn auch in etwas modiiicirter Richtung, dem 
ersten nahe an. Es beschränkt sich, statt der dort befolgten allgemein 
geschichtlichen Tendenz, auf die Denkmäler des Mittelalters und der Re- 
naissance, wendet gleichzeitig aber eine grössere Aufmerksamkeit den Denk- 
mälern auch derjenigen Künste zu, welche mit der Architektur in näherer 
Verbindung stehen. Die äussere Einrichtung ist zunächst völlig die des 
ersten Unternehmens: dasselbe Format, dasselbe Lieferungs-Verhältniss (je 
zwei Kupfertafeln mit erläuterndem Text), dieselbe geschmackvolle, einem 
möglichst klaren Verständniss gewidmete Sauberkeit des Stiches, dieselbe 
Weise der beigefügten Erläuterungen; nur tritt gelegentlich, zur mehr 
charakteristischen Veranschaulichung, eleganter Farbendruck an die Stelle 
des Stiches. 
Sechzehn Lieferungen liegen uns von dem neuen Unternehmen vor. 
Was sie an architektonischen Mittheilungen bringen, entspricht, im Ein- 
Schluss der eben angedeuteten Bedingungen, denen des ersten Werkes. 
Vorzüglich reich ist diesmal Spanien bedacht. In Granada lernen wir ein 
bisher unbekannt gebliebenes maurisches Gebäude, ein Hospital, als Hof 
mit einem Wasserbecken und Hallen umher angelegt. kennen. Aus Girona, 
aus Segovia, aus Burgos werden uns interessante Denkmäler vorgeführt, 
im streng romanischen, maurisirend gothischen und italienisch modernen 
Style. Die Beispiele aus Frankreich reichen ebenso von alterthümlich 
romanischer Zeit bis in die des eleganten spätgothischen Fachwerkbaues. 
Den Bauweisen andrer Länder sind bis jetzt nur ein Paar Blätter gewidmet. 
Für die Denkmäler dekorativer Kunst ist zunächst ein frühmittelalter- 
liches Gitterthor der Basilika zu Bethlehem, schwerfällig und in schweren 
Formen in Bronze gearbeitet, Zu bemerken. In leicht spielenden Formen 
Stehen demselben ein Paar andre, spätmittelalterliche Gitterthore zu Bouen 
gegenüber. Aus dem Regensburger Dome sehen wir den noch immer un- 
crschöpftcn geweihten Brunnen. der im Innern der Kirche befindlich ist.
        

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