Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1491654
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1498306
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Kritiken. 
und 
Berichte 
und bei der elegant spätgothischen Kirche zu Zwickau mehr das Element 
der kunstgeschichtlichen Belehrung geltend piacht. Spätgothischer Zeit 
gehören u. A. auch die eigenthümliehen Giebelhänser des Marktplatzes zu 
Zwickau an. Aus Leipzig und Dresden dagegen sind einige merkwürdige 
Architekturen mitgetheilt, die, schon über den eigentlichen Zweck des 
Werkes hinausgehend, den Zeiten der Renaissance und des Barockstyles 
angehören.  Es fehlt nunmehr zur Beendigung des ganzen grossen Werkes 
nur noch der Schluss der zweiten Abtheilung, welcher, neben einigen 
Supplement-Blättern, eine „Geschichte der ganzen mittelalterlichen Ban- 
kunst in Sachsen" bringen soll. 
Archiv 
für Niedersachsens Kunstgeschichte, herausgegeben 
H. Wilh. H. Mithoff. Abth. I, Lief. 4. Gross F01. 
VOIl 
Ueber die ersten drei Lieferungen dieses Werkes ist in No. 15 und 18 
des voijjährigen Kunstblattes berichtet worden. Die vierte macht den 
Schluss der ersten Serie des Archivs, welche die "mittelalterlichen Kunst- 
werke in Hannover" umfasst. Zwei der Blätter dieses Heftes sind der 
Privat-Architektur gewidmet und enthalten beachtenswerthe Beispiele für 
das zierlich dekorative Schnitzwerk, mit welchem der Fachwerkbau des 
späteren Mittelalters gern versehen wurde. Ein besonders brillantes Bei- 
spiel solcher Bauweise, schon im Styl der Renaissance, war der vor eini- 
gen Jahren abgerissene, sogenannte Apotheken-Flügel des Rathhauses zu 
Hannover, dessen Aufriss ein drittes Blatt enthält. Drei andre Blätter sind 
den noch stehenden, aber ebenfalls zum Abbruch bestimmten Theilen des 
Rathhauses gewidmet, die aus dem funfzehnten Jahrhundert herrühren. 
in gebrannten Ziegeln ausgeführt sind und in ihren Giebeln und Friesen 
reichverzierte Beispiele dieser Bauweise widmen. Eins der Blätter ist ganz 
mit der Darstellung von derartigen Details angefüllt.  Wenn Gebäude, 
wie das ebengenannte, den drängenden Anforderungen der Gegenwart 
weichen müssen, so erwirbt sich das Archiv durch ihre angemessene Er- 
haltung wenigstens im Bilde nur ein um so höheres Verdienst. 
Jahreshefte des Wirtenbergischen Alterthums- 
Fünftes Heft. Stuttgart, 1848. Gross F01. 
Vereins. 
Das gegenwärtig ausgegebene fünfte Heft dieser höchst schätzbaren 
Publikationen zeichnet sich wiederum durch die gediegensten Mittheilun- 
gen aus. Das erste Blatt enthält eine geometrische, aber in Sehattenwir- 
kung ausgeführte Ansicht der Chorseite der St. Walderichs-Kapelle in 
Murrhardt, einem kleinen, aber äusserst reich geschmückten Bauwerk des 
voll entwickelten romanischen Styles, etwa aus der Spätzeit des zwölften 
Jahrhunderts, das zugleich durch seine völlige Erhaltung ausgezeichnet ist. 
Eine grosse Vignette in dem erläuternden Texte enthält ausserdem eine 
perspektivische Ansicht dieses Gebäudes.  Blatt 2 bringt, in durchge- 
führter Lithographie, einen Theil der prächtigen, spätgothisch dekorativen 
Theile des heil. Grabes zu Reutlingen.  Blatt 3: Urnen und andre merk- 
würdige Geräthschaften aus heidnischen Grabstätten bei Mergelstetten.  
Blatt 4 und 5: eine Fortsetzung der schon in den früheren Heften begon- 
nenen Reihenfolge der Standbilder der Württembergischen Grafen in der 
Stuttgarter Stiftskirche, in der phantastisch barocken Weise vom Ende des
        

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