Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1491654
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1492376
der Architektur, Sculptur 
von Denkmälern 
Sammlung 
Malerei. 
und 
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rakteristischen Eigenthümlichkeiten zu bezeichnen. Von den Dürefschen 
Bildern sagt er: „Alles bezeugt, dass Dürer ihr Urheber ist; die Zeich- 
nung, die Composition, die Farbe, das Monogramm des Malers lassen dar- 
über keinen Zweifel aufkommen." Gleichwohl scheint die Charakteristik, 
die er von den einzelnen Stücken mittheilt, auf mancherlei Unterschiede 
der künstlerischen Behandlung hinzudeuten. Es wäre im höchsten Grade 
wünschenswerth, dass ein gründlicher Kenner deutscher Kunst diese Werke 
einmal einer genaueren Betrachtung unterzöge. 1) Ausserdem nennt der 
Verf. noch zwei in Frankreich vorhandene Gemälde: eine Mannalese von 
Martin Schön, im Museum von Paris (während jedoch Hr. Dr. Waagen in 
seinem ausführlichen Werke über Paris, S. 541, versichert, dass von die- 
sem Meister Nichts vorhanden ist). undein Dürefsches Bild vom J. 1504 
im Besitz des Hrn. de Perigny. Das letztere bezeichnet er als „Marius auf 
derrRuinen von Carthago", ein Gegenstand, der  falls diese Bezeichnung 
richtig sein sollte  unter den von Dürer sonst behandelten Gegenständen 
etwas befremdlich dastehen dürfte.  Noch ist schliesslich zu bemerken, 
dass der Verf. im ersten Bande seines Werkes, bei Gelegenheit der Be- 
schreibung des Freiburger Münsters, einige nähere Notizen über die dort 
vorhandenen Gemälde von Hans Baldung und von Holbein giebt. Eben 
(1011, bei seiner Schilderung des Oktoberfestes in München, kommt er auch 
auf die neuere Münchner Kunst zu sprechen. Ueber diese weiss er wenig 
Günstiges zu sagen, doch verräth sein Urtheil hier, zum Theil irvenigstens, 
grosse Einseitigkeit. (Die Bemerkung indess, man solle München nicht 
Neu-Athen, sondern Neu-Alexandrien nennen. scheint gar nicht übel.) In 
einer Schlussnote entschuldigt er sich wegen dieser herben Kritik: er sei 
erst 21 Jahr alt gewesen, als er München besucht habe. 
Für jene Notizen über die Colmarer, auch für die über die Freiburger 
Bilder müssen wir dem Verfasser Dank wissen. Im Uebrigen wollen wir 
hoffen, dass sein Buch die Franzosen auf die Schätze der deutschen Kunst 
wenigstens aufmerksam machen und sie zu einer sorgliehercn Bekanntschaft 
mit diesen und mit unsern Forschungen veranlassen möge. 
Sammlung von Denkm älern der Architektur, Suulptur und 
Malerei vom 4ten bis zum löten Jahrh un dert. ln 3335 Abbildun- 
gen auf 328 Kupfertafeln. Gesammelt und zusammengestellt durch J. B. L. G. 
S er u u x (PAg i neour t, nebst erläuternden Texten, revidirt von A. Fe r (l. 
v o n Q u_a s t, und später erscheinenden Ergänzungsheften, zunächst für die 
Architektur von A. F. von Quast, Hofbaurath Stüler und mehreren Mitglie- 
dern des Arehitektcnvereins.  Berlin, Enslilfsehe Buchhandlung. 
(Kunstblatt, 
1841, 
NT 
o. 
Das grossc Werk von d'Agincourt ist Allen 
Geschichte der Kunst im christlichen Zeitalter 
bekannt, die sich mit der 
beschäftigt haben. Troll 
 Dies ist, seitdem obiger Aufsatz geschrieben worden 
Quandt im Kuustblatt vom J. 1840, Nro. 76 E. geschehen. 
durch llrn 
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