Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1491654
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1497399
Geschichte 
Zur 
Deutschland. 
der Kunst in 
551 
Bande der ersten Abtheilung bilden wiederum ein zusammenhängendes 
Ganze und führen als solches den Separattitel: Mittelalterliche Bau- 
werke im Herzogthum Altenburg; sie enthalten, nächst der sorg- 
fältig radirten Titelvignette, 16 lithographirte Blätter und 37 Seiten Text, 
der durch ausführliche geschichtliche Nachrichten über Altenburg von der 
Hand des I-Iofraths Dr. Gersdorf eine eigenthümlich werthvolle Zugabe 
erhalten hat. Die vorgeführten Denkmäler des altenburgischen Landes sind, 
in ihrer historischen Folge geordnet: die Ucberreste der Kirche zu Kloster 
Lausnitz, im schönen romanischen Style; die sogenannten rothen Thürme 
zu Altenburg, die Westfaeade einer ehemals vorhandenen Klosterkirche 
bildend, gleichfalls im romanischen Styl; die Ruine der Klosterkirche zu 
Stadt Roda, interessant durch eigenthümliche, aus den Bedingnissen der 
Kirche eines Nonnenklosters hervorgehende Anlage und noch mehr durch 
die schöne strenge Bildung frühgermanischer Formen; das herzogliche 
Schloss zu Altenburg, verschiedene Bauzeiten und Dekorationen enthal- 
18ml, ausgezeichnet durch die im reichen spätgothischen Style gebaute und 
in der Rococoperiode anderweitig ausgeschmückte Schlosskirche, von deren 
Illnerem, wie von dem kunstvollen, darin noch vorhandenen gothischen 
Chorgestühl mehrere Ansichten gegeben werden; der sogenannte Pohlhof 
ZU Altenburg, ein Gebäude mit elegantem Giebel im Backsteinbau aus 
Spätgothischer Zeit; das Schloss Posterstein und das Schloss Wendisch- 
Leuba, beide durch die Formen des phantastichen Burgbaues spät-mittel- 
alterlicher Zeit, die uns in mehreren vortrefflich ausgeführten Ansichten 
entgegentreten, ausgezeichnet; das Rathhaus zu Altenburg, der zweiten 
Hälfte des löten Jahrhunderts angehörig und durch charaktervolle Ausbil- 
dung des Renaissancestyles, für den Deutschland nicht eben übermässig 
Zahlreiche Beispiele darbictet, sehr bemerkenswerth; endlich, eigentlich 
ein Horsdbeuvre für die speziellen Zwecke des Werks, die Darstellung 
einer im Schlosse zu Altenburg befindlichen und aus dem Anfange des 
18ten Jahrhunderts herrührcnden grossen Prachtuhr, die durch eine nicht 
geschmacklose Verwendung prachtvoller Stoffe in den Formen des dama- 
ligen Rococo allerdings eine glänzende Wirkung erreicht. Wenn in diesen 
Darstellungen somit das spätere Mittelalter nebst der beginnenden Neuzeit 
und das Element der ansserkirchlichen Bauweise, wobei die kunsthistori- 
sehe Kritik minder subtile Fragen zu lösen hat, vorzugsweise begünstigt 
sind, so wollen wir dies doch in keiner Weise als einen Vorwurf für das 
Werk bemerkt haben; denn gewiss kommt es nicht auf die Kritik an sich, 
sondern darauf an, dass wir von allen wichtigeren Kulturperioden unsrer 
Vürzeit und von der monumentalen Bethätigung derselben anschauliche 
und begründete Darstellungen erhalten. 
Lief. 5 bis 9 vom 2ten Bande der 2ten Abtheilung führen, als zusam- 
mengehöl-iges Ganzes, den Separattitel: Mittelalterliche Bauwerke 
Zu Halle, Petersberg und Landsberg, und bestehen aus 2 radirten 
Vignetten, 21 Blatt Abbildungen und 38 Seiten Text. Unter den hierin 
enthaltenen Mittheilungen sind zunächst die in Bildern und Text ausführ- 
lieh gegebenen über zwei sehr merkwürdige Baudenkmale des entwickelten 
romanischen Baustyles von besondrer Wichtigkeit. Das eine derselben ist 
die Ruine der Kirche zu Kloster Petersberg bei Halle, die uns in Grund- 
und Aufi-issen, in vortrefflichen malerischen Ansichten des Aeussern und 
lnnern, in bezeichnenden Details und auch in charakteristischer restaurirter 
Darstellung vorgeführt wird. Das Imposante, was der romanische Baustyl
        

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