Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1491654
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1497358
Kupferstich. 
Die Heiligenbilder 0d. 
bild. 
mst u. 
theol. 
Wissenseh. 
etc. 
547 
mit Wahrer Meisterschaft gelegt und führen das Auge des Beschauers in 
allmuthig wechselndem Spiele über alle die einzelnen Nuancen der juggnd; 
lieh zarten Formen hin. Das Ganze ist zugleich von entschiedener Ge- 
sammtwirkung und gibt ein charakteristisches Bild derjenigen Richtung, 
welche Dolce in seinen besseren Leistungen beobachtet hat. Das Erscheinen 
des Stichs ist um so dankenswerther, als von diesem Bilde bisher über- 
haupt noch keine Vervielfältigung vorhanden war.  Das zweite Blatt ist ein 
Stich nach der bekannten heil. Cäcilie in der Dresdener Gallerie, 13 Zoll 
hoch bei 11 Zoll Breite, und von Fr. Knolle in Braunschweig gestochen. 
(Verlag von Ernst Arnold in Dresden.) Diesem Blatt können wir nicht 
dieselben Vorzüge zugestehen wie dem vorgenannten. Der Charakter des 
Originals ist zwar im Allgemeinen entsprechend aufgefasst und das aller- 
dings Wichtigste, das Gesicht und die berühmten Hände, mit Zartheit und 
Geschmack wiedergegeben. In der Behandlung des Costüms und der 
übrigen Nebendinge vermissen wir aber mehrentheils die eigentlich künst- 
lerische Leichtigkeit und im Ganzen die vollere malerische Haltung. 
Die Heiligenbilder oder die bildende Kunst und die theolo- 
gische Wissenschaft in ihrem gegenseitigen Verhältniss hi- 
storisch dargestellt von Dr. Heinrich Alt. Berlin, 1845. 304 S. in 8. 
184a, 
(Kunstblatt 
Wir haben in neuerer Zeit mehrere kurzgefasste und lexikalisch ge- 
ordnete Uebersichten der symbolischen Darstellungen in der christlich- 
religiösen Kunst und namentlich der Attribute der Heiligen erhalten. 
Hieher gehört zunächst die kleine "lkonographie der Ileiligen" (von 
v. Radowitz, 1834), nach den Heiligen-Namen geordnet und mit andern 
Registern versehen, unter denen namentlich das Verzeichniss der Patrone 
der Länder und Städte, nach dem Namen der letztern geordnet, von Be- 
deutung ist; ferner die "christliche Kunstsymbolik und lkonographie" (1839) 
und „die Attribute der Heiligen" (1843), beide nach den Attributen und 
Symbolen geordnet und ebenfalls durch andere Register, besonders der 
Heiligen-Namen, weiter nutzbar gemacht. Das in der Ueberschrift genannte 
Werk reiht sich denselben an, indem es zugleich den Gegenstand in einer 
Weiter umfassenden und mehr systematischen Darstellung behandelt; Der 
Verf. geht von den altchristlichen. auf biblischer Anschauung beruhenden 
Symbolen und den ältesten typologischen Darstellungen der christlichen 
Kunst aus und nimmt diese als Grundlage zur weiteren Erklärung der 
Heiligen-Attribute. Er gewinnt hiedurch den Vortheil, einen sehr grossen 
T1161; de, letzteren, die Oft etwas scheinbar Willkürliches haben, auf ihre 
Ursprüngliche Quelle zurückführen zu können. Häulig auch ergeben sich 
hiebei die phantastischen Wunder-Legenden lediglich als volksthümliche 
An- und Ausdeutungen der Attribute selbst, die an sich ihren sehr ge- 
(lankenvgllen- Inhalt haben. Das Buch ist reich an schlagenden Bemerkun- 
gen solcher Art. Ein Verzeichniss der geistlichen und Ordenstravlllßfh mit
        

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