Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1491654
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1497209
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und 
Berichte 
Kritiken. 
stosscn, zu der in der Mitte der Facade befindlichen Thür empor. Das 
Untergeschoss, blockhausartig, ist zumeist eng zusammengezogen; das 
Obergeschoss, offenbar die eigentlichen Wohnräume enthaltend, tritt beträcht- 
lich vor, mit seltsam plumpen Säulen auf den Ecken und mit einer Art 
kleiner Loggia über der Thür. Der Giebel erinnert an den in den Alpen 
üblichen Holzbau. Einige dieser Häuser zeigen in dem geschnitzten Orna- 
ment, womit die Haupttheile versehen sind, noch alterthümlich romanische 
Formen; bei andern erscheinen die letzteren etwa im Charakter der Renais- 
sancezeit umgebildet.  
Diese flüchtigen Bemerkungen werden hinreichen, das kulturhistorische 
Interesse, welches sich auch an die vorliegenden Mittheilungen knüpft, zu 
bezeichnen. Den Malern, welche Scenen der nordischen Poesie oder Ge- 
schichte zum Gegenstande ihrer Darstellungen wählen und denen an einer 
charaktervollen Erfüllung ihrer Aufgabe gelegen ist, mögen diese Mitthei- 
lungen gleich denen des Dahlschen Werkes, bestens empfohlen sein; zu- 
gleich mag die Bemerkung hinzugefügt werden, dass von diesen Monumenten 
unter Umständen auch wohl ein Rückschluss auf die Lebensformen der 
früheren Vorzeit Deutschlands zulässig sein dürfte. 
Zur 
Geschichte der Kunst in Deutschland. 
(Kunstblatt 
1845, 
101 
1) Baudeukmale der römischen Periode und des Mittelalterß 
in Trier und seiner Umgebung. Herausgegeben von dem Architekten 
Chr. W. Schmidt. Lief. V. Der römischen Baudenkmale 2tes Heft. 
Trier 1845. (Text in 4., 139 S. und 8 Kupfertafeln in Fol.) 
Das erste Heft der römischen Baudenkmale, über welches das Kunst- 
blatt früher berichtet, enthält die Darstellungen der, besonders durch ihre 
Mosaikfussböden so ausgezeichneten Villa zu Fliessem; in dem vorliegen- 
den Hefte werden uns die übrigen höchst bedeutenden römischen Denkmäler 
in Trier und dem benachbarten Igel vorgeführt. Da die früheren Publi- 
kationen dieser Monumente den Anforderungen der Wissenschaft grösseren 
Theils nicht entsprachen, so haben wir die hier gegebenen sehr genauen 
und sorgfältigen Darstellungen, die zugleich das Resultat der besonnensten 
technischen Untersuchungen sind, doppelt willkommen zu heissen, und um 
90 mehr, als sie sich zum Theil auf erst neuerlich veranstaltete und durch 
den Herausgeber geleitete Ausgrabungen gründen. Wir können hier übri- 
gens nur eine kurze Uebersicht des Inhalts geben, heben dabei jedoch 
besonders das Neue und Eigenthümliche hervor. 
Die erste Mittheilung betrifft den Plan des alten Trier. Derselbe 
beschränkt SiCh im Wesentlichen auf die Angabe der Stadtmauer, von 
welcher Trier Zur Zeit seiner höchsten Blüthe, unter Konstantin, umfasst 
war. Der Herausgeber hat den Gang der Mauer, nach sichern Resten oder
        

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