Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1491654
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1497191
BERICHTE 
UND 
KRITIKEN. 
1853. 
1845  
Altnorwegisch er 
Holzbau. 
(Kunstblatt 
184a, 
Das bekannte Werk von Dahl, „Denkmale einer sehr ausgebildeten 
Holzbaukunst aus den frühesten Jahrhunderten in den inneren Landschaf- 
ten Norwegens", hat schon vor mehreren Jahren die Aufmerksamkeit der 
deutschen Kunstforscher auf Monumente eines hohen Alterthuins geführt, 
die von der Sitte, der Kunstbildnng, dem Formengefühl des hohen Nordens 
ein so anschauliches Bild und zugleich für die Kulturverbiudungen des 
frühesten Mittelalters so merkwürdige Andeutungen und Aufschlüsse geben. 
Man ist solchen Bestrebungen auch in Norwegen selbst gefolgt und hat im 
vergangenen Jahre zu Christiania, durch höchststehende Personen gefördert, 
einen „Verein zur Erhaltung norwegischer Alterthümer" gegründet, wel- 
cher neben andern Zwecken seiner Wirksamkeit auch die bildliche Heraus- 
gabe und Erläuterung alter Monumente des Landes beabsichtigt. Die erste 
Publikation, unter dem Titel .,Indbydelse til at indtraede i Foreningen til 
Norske Fortids MindesmaerkersBevaring", liegt gegenwärtig vor; sie besteht 
aus vier Blättern mit kräftigen lithographischen Federzeichnungen. denen 
aber der erläuternde Text noch nachfolgen soll. Es sind Darstellungen 
alter Holzbauten und Schnitzwerke, den DahPSchen Mittheilungen sich 
anschliessend und den Gesichtskreis, den die letzteren eröffnet hatten, 
erweiternd_ Taf. 1 gibt das Portal einer Kirche in Tellemarken, mit phan- 
tastischen Säulen im romanischen Charakter. ähnlich denen, die uns schon 
Dah] vorgeführt hatte. Taf. 2 enthält die Darstellung eines Holzthrones, 
der mit reichem, seltsamem Schnitzwerk versehen ist. Unter letzterem 
verdient besonders die eigenthümliche, in tlachern Relief gehaltene Dar- 
stellung einer Kampfscene Beachtung. Die Pfosten der Rücklehne gehen 
in abenteuerliche Drachengestalteu aus; die Knöpfe der Seitenlehnen wer- 
den durch kleine Thierfiguren, Hunde, wie es scheint, gebildet. Auf Taf. 3 
und 4 befinden sich die Darstellungen mehrerer sehr eigenthümlicher Bauer- 
häuser. Statt des Fundamentes ruhen dieselben auf zugespitzten Klötze"- 
Eine kleine Treppe führt, ohne doch an die Schwelle des Hauses anzu-
        

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