Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1491654
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1492289
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Berichte 
und 
Kritiken. 
klärnng der einzelnen Blätter werden zugleich specielle wissenschaftliche 
Untersuchungen mitgetheilt werden, und zwar: über die besondere, bei 
jedem Einzelnen angewandte Technik; über die Einflüsse classisch an- 
tiker Darstellungsweise auf die 'l'ypell (168 Christlichen Mittelalters; über 
den wichtigen und bisher noch keineswegs genügend aufgeklärten Punkt 
der so ausgedehnten selbständig christlichen Symbolik, über das Aeussere 
der Bildung in Costümen u. dgl. m. Ueberall, wo es nöthig ist, soll auch 
hier der Gang der Untersuchung durch in den Text eingedruckte einfache 
Abbildungen anschaulich gemacht werden. Wie mich der Graf de Bastard 
versichert, so haben sich für diesen Zweck  gleichwie er für die künst- 
lerische Darstellung ein eigenes Institut gegründet hat  mehrere nam- 
hafte Gelehrte mit ihm verbunden; der erläuternde Text dürfte somit schon 
an sich zu einem umfassenden Compendium der Kunstalterthümer des 
Mittelalters werden. 
Fltudes sur l'Allemagne, renfermaxnt uno histoirc 
peinture allemande. Par Alfred Michiels. Paris, 
II. Vol.  
d e In 
1840. 
(Kunstblatt, 
1841, 
Nro. 
Der Gang der Weltgeschichte hat Frankreich, das sich weiland in Sa- 
chen des Geistes und Geschmackes mit einer gressen Mauer, höher und 
breiter als die chinesische, umgürtet hatte, seit etlichen Jahren veranlasst. 
über diese Mauer hinauszuschauen und die Existenz dessen, was draussen 
lag, zu begreifen. Mit solcher Erkenntniss hat sich sehr bald die Einsei- 
tigkeit und Unzulänglichkeit der früheren Anschanungsweise ans Licht ge- 
stellt; man musste fortan bemüht sein, diese Mängel durch eifriges Studium 
des Fremden auszugleichen. S0 begierig man vor Zeiten in Deutschland 
die französischen Classiker las, so begierig liest man jetzt in Frankreich 
die deutschen; so häufig man damals den Rhein und die Vogesen oder 
Ardennen von Osten nach Westen überschritt, ebenso leicht hat man jetzt 
dle Wege kennen gelernt, die von Westen nach Osten herüberführen. 
Manch ein geistreiches und manch ein oberflächliches Buch ist Seit (im; 
letzten Jahren in französischer Sprache erschienen, das unsre Nachbarn 
Jeflseit der genannten Grenzscheide von unserm Sinnen und Treiben Kunde 
giebt. Das in der Uebersehrift genannte WVcrk hat denselben Zweck. 
oroqsgilfräverk ist aus verschiedenartigen Aufsätzen zusammengestellt. Ein 
räch- TH eil derselben bezieht sich auf deutsche Literatur und auf deutsche 
n bellßr- Dlese zu beurthellcn ist hier nicht der Ort, und mag ein 
SQEhQS Geschäft andern Blättern überlassen bleiben. Hier soll nur über 
dleJßlllgßrl_ Aufsätze Bericht erstattet werden, welche sich auf deutsche 
Kunst bezlehen, und die insofern wenigstens ein eigenthümliches Interesse 
erweäkfm" als Sie, so viel dem Referenten bekannt, die ersten sind, die 
ÜYIYIZUSISCQCT Seite näher auf diesen Gegenstand eingehen. Sie bestehen 
afls Velschlefigpe" klelnßrßn, im ersten Theile enthaltenen Aufsätzen, welche 
W03 der A16 llßklllr des deutschen Mittelalters handeln. und aus einer
        

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