Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1491654
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1495515
der deutschen Kunst im Mittelalter. 
Zur Geschichte 
363 
Zur 
Geschichte der deutschen 
Mittelalter. 
Kunst 
im 
(Kunstblatt: 
1s42, 
Wir haben über verschiedene neuerelForschungen, Mittherlungen und 
Bestrebungen im Gebiete der ältern Kunst unseres Vaterlandes Bericht zu 
erstatten. Wir beginnen mit einigen Werken, welche bildliche Darstellung 
mit einem mehr oder weniger umfassenden historischen und krltlsßhen 
Texte verbinden, und über deren frühere Lieferungen bereits in früheren 
Jahrgängen des Kunstblattes berichtet ist. Zunächst sind unter diesen Wer- 
ken zu nennen die  
Denkmale der Baukunst des Mittelalters in Sachsen, bear- 
beitetnnd herausgegeben von Dr. L. Puttrich. 
Von den früheren Lieferungen dieses treiflichen und interessanten 
Unternehmens ist zuletzt in No. 77 und 78 des Kunstblatts v. J. 1838 aus- 
führlicher die Rede gewesen; seitdem ist das Werk umein Bedeutendes 
vor-gerückt; wir verdanken dem Eifer und der Eingebung des Heraus- 
gebers gegenwärtig eine grosse Reihenfolge der wichtigsten Belehrungen 
und der anziehendsten"Anschauungen. Es ist bekannt, dass die Puttrich'- 
scheu Denkmale bereits mit ihrem Beginn auf die Vaterländische Kunst- 
geschichte und auf die Weise, wie man dieselbe seither zu betrachten ge- 
wohnt war, den entschiedensten, und folgereichsten Einfluss ausgeübt ha- 
ben; die ersten drei Lieferungen der ersten Abtheilung, die Monumente 
von Wechselburg und Freiberg enthaltend, führten uns_ fast in eine neue 
Welt, in eine Sphäre des künstlerischen Bewusstseins und Strebens ein, 
welche in jedem Betracht und zumal in Rücksicht auf die frühe Zeit der 
Entstehung jener Monumente, die lebhafteste Bewunderung erweckte und 
deren Räthsel, wenn wir der Lösung desselben seitdem auch schon um 
manch einen Schritt näher gekommen sindß) doch noch immer eine viel- 
seitige Forschung in Anspruch nimmt. Die neueren Lieferungen schliessen 
sich diesen Anfängen würdig an; neben der Darstellung von Architekturen 
aus den verschiedensten Epochen des Mittelalters führen auch sie. uns 
mancherlei interessante Bildwerke vor, so dass, was besonders zu bemerken 
sein dürfte, der Titel des Werkes, der nur von Baudenkmalen spricht, als 
zu eng gefasst erscheint. 
Von der ersten Abtheilung des Werkes liegen uns drei neue Lieferun- 
gen (4, 5 und 6) vor, welche einen selbständigen Abschnitt bilden, und 
als solcher auch den besondcrn Titel der "Denkmals der Baukunst 
des Mittelalters in den herzoglitah AnhaltschenLanden" führen. 
Sie enthalten 50 Seiten Text und 29 Blätter mit bildlichen Darstellungen, 
grösserentheils ausgeführten Lithographien, unter denen aber die vier zier- 
lich in Kupfer radirten Vignetten, welche in den Text eingedrückt sind, 
mitgezählt werden. Wir betrachten den Inhalt dieser drei Lieferungen 
nicht in der vom Herausgeber beobachteten Localfolge der Monumente, 
 Es ist hier besonders auf die sehr trefflichen und gehaltvollen Bemerkun- 
gen des verstorbenen Herausgebers des Kunstblattes, Hrn. v. Schorn, III 1161" 
Deutschen Vierteljahrschriit, 1841, Hett IV, Seite 122 ff., zu verweisen.
        

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