Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1491654
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1495410
der Reise. 
vom Schluss 
Notizen 
Darmstadt. 
353 
Carnation und durch das Colorit überhaupt geht wieder jeher milde Per- 
lenschimmer (die Färbung recht eigentlich als Nachfolge des Hcrweglf- 
sehen Bildes); die Gesichter sind sehr rund, die Detailfermen selbst breit, 
Das Bild entspricht den im obigen (S. 297) angeführten beiden Flügelbildem 
des Kölner Museums, auch dem Bilde bei Bürwenich.  Ein Mann rechts im 
Vorgrund, der hinter dem h. Simeon steht, und einen wcissen Mantel mit 
Schwarzem Kreuz trägt, hält einen Zettel in der Hand, mit der Inschrift: 
Ihsv maria geist uns loen 
mit dem Rechtverdä Synzeon 
des heltii ich hy zeigen SOILOCH. 
l 52 S2 A (1441) 
Zwei ziemlich bedeutende Tafeln aus Kloster Seligenstadt (Gegend 
von Aschaffenburg]. Auf jeder vier weibliche Heilige in gesehweift gothi- 
scher Relief-Architektur. Die Gewandung höchst voll und faltcnreich 
germanisch statuarisch. Die Farbentöne ziemlich mild und gebrochen. 
Die Gesichter eigen, unter einem gewissen kölnischen Einfluss. Im Ganzen 
übrigens ziemlich derb. 
N0. 205. Vier länglich hohe Tafeln (je 2 Fass 4 Zoll hoch) in Einem 
Rahmen: der h. Martinus, Katharina, Barbara und Antonius Eremita. Ein 
tretfliches Bild aus der Schule des sogenannten Israel von Mcckencn (Mei- 
ster der zweiten Folge). Unmittelbare Nachfolge.  
N0. 167. Tod der Maria, angeblich von Schoreel, aber wieder ganz 
anders, als die Bilder, die mit "diesem Namen gewöhnlich bezeichnet wer- 
den. Viel befangener und eckiger; seltsame schwere Gesichter. Dennoch 
zart und mit Sinn gemalt. 
Eine grosse Menge von Kunstgeräthen. 
Reliquienkasten.  Alte Emaillen.  IJiHIOSiHCT Ernaillcn. 
Elfenbeinschnitzwerke verschiedener Art mittelalterlichen Styles. Man- 
ches darunter sehr bemcrkenswerth. Vieles streng byzantinisch, mit ver- 
schiedenen Moditicationen; Andres in interessant germanischer Weisc.  
Das bei F. H. Müller abgebildete Altärchen ist nicht gar bedeutend; auch 
das Rittcrmetilaillon, cbendaselbst, in der Ausführung nicht eben vorzüglich. 
Merkwürdige Reliquiarien, einige in "der Form von Polygonkapcllen. 
So eins ganz als Baptisterium (mit erhöhtem Mittelraum), mit Iigürlichem 
Schnitzwerk. Ein andres der Art mit schönem Emaille-Ornament; die 
Giebel des Polygons hier halbrund, das Dach somit wulstrippenartig.  
Sonst noch Reliquienkasten mit byzantinischer Emaille, und grosse Massen 
V01! Emailstücken. 
Gefässe, Geräthe, Kleinkunst der verschiedensten Art; Münzen und. 
Gemmen, Antikes und Orientalisches etc. etc., Alles hübsch geordnet, im 
Ganzen ein bedeutender Reichthum.   
Ungefähr 40 tüchtige architektonische Modelle, meist römische Kork- 
ilrbeiten, in der gewöhnlichen Art,  darunter auch ein tüchtiges Modell 
der Kirche von Paulinzelle.  
Waffen.  Sammlung alter Musik-Instrumente, sehr nachahmungswerth- 
L 
Kugler  Klei 
no Schriften. 
23
        

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